Gregoritsch, HSV-Krise und das Götze-Trikot

10. November 2016, 15:36
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ÖFB-Teamspieler trotz Talfahrt der Hamburger gelassen – Unverständnis über Berichte zu angeblicher "Götze-Trikot-Jagd"

Wien – Über Langeweile bei seinem Club Hamburger SV kann sich Michael Gregoritsch nicht beschweren. Die Talfahrt des deutschen Fußball-Bundesligisten beschäftigt seit Monaten Fans und Medien, doch der österreichische Fußball-Teamspieler geht mit dieser Situation gelassen um. "Wenn man beim HSV unterschreibt, wäre es naiv zu glauben, es passiert nichts, wenn es nicht läuft", sagte der Steirer.

Die Norddeutschen liegen derzeit mit nur zwei Punkten aus zehn Runden auf dem letzten Platz. "Jetzt gilt es einfach, das Ganze so gut wie möglich auszumerzen und das Glück, das wir uns letzte Saison erarbeitet haben, wieder zu kriegen", erklärte der Offensivspieler am Donnerstag in Wien.

Zehn Pflichtsspiele für den HSV

Dabei war Gregoritsch vor dem Saisonstart noch optimistisch gewesen. "Aber auch durch unsere Aussagen ist die Erwartungshaltung so groß geworden, dass wir sie nicht mehr einhalten konnten", meinte der 22-Jährige. "Wir machen zu viele individuelle Fehler und bekommen zu viele Elfmeter und Rote Karten gegen uns."

In dieser Saison brachte es Gregoritsch auf zehn Pflichtspiele für den HSV, zuletzt spielte er beim Heim-2:5 gegen Borussia Dortmund als linker Flügel durch. So wie Bruno Labbadia zählt auch Neo-Trainer Markus Gisdol, den Gregoritsch noch aus Hoffenheimer Zeiten kennt, auf den Sohn von U21-Teamchef Werner Gregoritsch. "Ich spüre sein Vertrauen und versuche, es zurückzuzahlen."

Das Götze-Trikot

Um den Steirer gab es zuletzt Aufregung, weil er angeblich im Spielertunnel Mario Götze nach dem Debakel gegen Dortmund hinterherlief, um die Dress des deutschen Teamspielers zu ergattern. "Wenn das das größte Problem beim HSV wäre, wäre alles in Ordnung. Ich bin überhaupt nicht hinterhergelaufen, sondern gleichzeitig mit ihm in die Kabine gegangen", stellte Gregoritsch klar. Außerdem sei das Trikot nicht für ihn selbst, sondern für die Tochter von Ex-HSV-Profi Christian Rahn gedacht gewesen. (APA, 10.11.2016)

  • Michael Gregoritsch im Nationalteam, bei HSV läuft es schlechter.
    foto: reuters/mdzinarishvili

    Michael Gregoritsch im Nationalteam, bei HSV läuft es schlechter.

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