Irakische Regierungstruppen rücken auf antike Ruinenstadt Nimrud vor

10. November 2016, 13:46
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Assyrische Ausgrabungsstätte von IS-Extremisten zerstört

Mossul – Bei ihrer Offensive gegen die Jihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) sind die irakischen Regierungstruppen nach eigenen Angaben auf die antike Ruinenstadt Nimrud vorgerückt, die von den Extremisten im vergangenen Jahr zerstört worden war. Ziel sei zunächst die "Befreiung" zweier Dörfer in der Nähe von Nimrud, erklärte die Armee am Donnerstag.

Sie ließ dabei offen, ob sie den IS auch direkt in Nimrud angreifen will. Die assyrische Ausgrabungsstätte liegt etwa 30 Kilometer südöstlich der Stadt Mosul, deren Rückeroberung vom IS das eigentliche Ziel der vor gut drei Wochen gestarteten Offensive der Regierungstruppen ist. Die Extremisten hatten Nimrud, ein archäologisches Kleinod aus der Antike, im Frühjahr 2015 erobert.

Mitte April 2015 hatte der IS ein Video veröffentlicht, in dem das Ausmaß der Zerstörung in der Ausgrabungsstätte aus dem 13. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung gezeigt wird. Das Video ließ erahnen, dass von der Stätte am Ufer des Tigris kaum noch etwas erhalten sein dürfte. Nimrud war einer der berühmtesten archäologischen Fundorte im Zweistromland, das wiederum oft als Wiege der Kultur beschrieben wird. (APA, 10.11.2016)

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