Salzburgs minimalistische Autobahnmeisterei

Ansichtssache11. November 2016, 06:00
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Der Neubau der ASFINAG Autobahnmeisterei Salzburg-Liefering wird derzeit mit Architekturpreisen überhäuft. Das vom Vorarlberger Architekturbüro Marte.Marte geplante Gebäude setzt auf das Layout eines Vierkanthofes, um welchen Garagen, Werkstätten, Bürogebäude und ein Recyclinghof gruppiert sind.

foto: michael hierner

Unscheinbar und harmonisch fügt sich die neue Asfinag-Autobahnmeisterei Salzburg-Liefering in das ländliche Umfeld ein. Sie ersetzt den alten Standort, der nur wenige hundert Meter entfernt liegt.

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Die Einfahrt im Nordwesten des Grundstücks ist eine von drei Öffnungen in den Innenhof der Anlage. Neben einer Durchfahrt zum Recyclinghof wurde auch eine direkte Auffahrt zur Autobahn geschaffen.

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Die verschiedenen Funktionsbereiche werden in vier Baukörper gegliedert, die sich um einen großzügigen Innenhof gruppieren. Insgesamt ist der neue Standort etwa zwei Hektar groß.

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In den Garagen befinden sich Werkstätten, sowie ein Fuhrpark. Damit werden etwa 46 Kilometer Autobahn, beginnend von der A1 Westautobahn ab Mondsee bis zur A10 Tauernautobahn, betreut.

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Drei 25 Meter hohe Salzsilos stehen im Zentrum der Anlage und ermöglichen die schnelle Beladung der Schneepflüge und Streufahrzeuge.

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Beton, Glas und Aluminium bestimmen das Erscheinungsbild der puristischen Architektur von Marte.Marte. Neben den Salzsilos befindet sich im Werkhof auch eine Tankstelle.

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Um Kosten und Ressourcen zu sparen, wurden die einzelnen Baukörper als Stahlbetonkonstruktion konzipiert. Leichtbauwände im Bürotrakt erlauben eine flexible Grundstruktur und schnelle Veränderungsmöglichkeiten.

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Etwa 50 Mitarbeiter sind in der rund um die Uhr geöffneten Autobahnmeisterei beschäftigt. Sie betreuen ein Verkehrsaufkommen von rund 100.000 Fahrzeugen pro Tag.

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Auch die persönliche Note darf nicht fehlen: So bekam der Spaten von der Grundsteinlegungsfeier einen prominenten Platz im Eingangsbereich, und auch die Holzschaukel der alten Autobahnmeisterei wurde am neuen Standort wieder aufgestellt.

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Insgesamt hat der Bau etwa 8,3 Millionen Euro gekostet. Dass die Qualität der Architektur trotz der relativ geringen Errichtungskosten nicht gelitten hat, zeigen die Preise, mit denen das Projekt bisher ausgezeichnet wurde: der Architekturpreis Land Salzburg 2016, der Best Architects 17 in Gold 2016 und der German Design Award 2017. (Michael Hierner, 11.11.2016)

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Marte.Marte

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