Direktion für Haus der Geschichte gesucht

10. November 2016, 10:17
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Bewerbungen bis 8. Dezember möglich, Hearings sollen am 9. Jänner 2017 stattfinden

Wien – Nächster Schritt auf dem Weg zum geplanten "Haus der Geschichte Österreich" (HGÖ): Am heutigen Donnerstag wurde der Posten für die Direktion von der Österreichischen Nationalbibliothek (ÖNB) ausgeschrieben. Bewerbungen sind bis 8. Dezember möglich, Hearings mit dem wissenschaftlichen Beirat sollen am 9. Jänner 2017 stattfinden. Die Vertragslaufzeit wurde mit fünf Jahren angegeben.

"Nach der rechtlichen und finanziellen Absicherung folgt nun die Ausschreibung der Direktion. Damit können wir Anfang nächsten Jahres die zentrale Leitungsfunktion des HGÖ besetzen", wird Kulturminister Thomas Drozda (SPÖ) in einer Mitteilung zitiert. Die Entscheidung für die Leitung liegt bei ÖNB-Generaldirektorin Johanna Rachinger, sie muss auf Basis eines Dreiervorschlags des Beirats auswählen. Sie ist diesbezüglich von einer "guten Vorauswahl" überzeugt und freut sich auf die Zusammenarbeit mit der künftigen Direktion.

Museumskonzept und Vermittlungsstrategie

Das "Haus der Geschichte Österreich" ist als fachlich eigenständiges Museum Teil der ÖNB. Von der neuen Leitung werde neben wissenschaftlichen und organisatorischen Tätigkeiten auch "die Formulierung der wissenschaftlichen und sammlungspolitischen Ziele" erwartet. Weiters sei die Entwicklung von Museums- und Ausstellungskonzepten sowie einer Vermittlungsstrategie zentral. Dafür sucht man eine Person mit mehrjähriger Leitungserfahrung, geboten wird dafür ein Jahresgehalt von mindestens 84.000 Euro brutto.

Das HGÖ mit Fokus auf die österreichische Geschichte ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts hätte ursprünglich auf einer Fläche von 3.000 Quadratmetern in der Neuen Burg angesiedelt werden sollen. Erst vor wenigen Wochen hat Drozda eine reduzierte Version angekündigt, die nun 1.870 Quadratmeter umfasst und mit einer Ausstellung zum Republiksjubiläum im November 2018 eröffnet werden soll. Langfristig schwebt Drozda jedoch ein Neubau vor, darüber will man allerdings erst in der nächsten Legislaturperiode entscheiden. Die Kosten für das redimensionierte Projekt belaufen sich auf rund zehn Mio. Euro, für das Frühjahr 2017 ist die Ausschreibung der Ausstellungsarchitektur vorgesehen. (APA, 10.11.2016)

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