US-Geschäft bleibt Wachstumslokomotive der Deutschen Telekom

10. November 2016, 09:53
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US-Geschäft wächst, Deutschland schrumpft

Der Siegeszug der amerikanischen Mobilfunktochter T-Mobile US beschert der Deutschen Telekom volle Kassen. Der Konzernüberschuss stieg im dritten Quartal um knapp ein Drittel auf gut eine Milliarde Euro, teilte der deutsche Konzern am Donnerstag mit. Der Umsatz zog um knapp sechs Prozent auf 18,1 Mrd. Euro an.

2,2 Mrd. Euro in den USA

"Diese Zahlen stellen einmal mehr unter Beweis, dass wir in unseren Märkten auf dem richtigen Weg sind", sagte Konzernchef Tim Höttges. T-Mobile US – der drittgrößte Handynetzbetreiber der Vereinigten Staaten – steigerte die Zahl der Kunden im gleichen Zeitraum um 2 Millionen auf mehr als 69 Millionen. Der operative Gewinn der Amerika-Tochter schnellte in der Folge um mehr als die Hälfte nach oben auf 2,2 Mrd. Euro. Weniger gut lief es im Deutschland-Geschäft: Dort sank der Gewinn wegen des starken Wettbewerbs um knapp ein Prozent auf 2,3 Mrd. Euro.

Für dieses Jahr erwartet der Deutsche Telekom-Vorstand eine Steigerung des Free Cash Flow um 8 Prozent auf 4,9 Mrd. Euro. Der Betriebsgewinn soll 2016 bei konstanten Wechselkursen unverändert 21,2 Mrd. Euro erreichen, nach 19,9 Mrd. Euro 2015. Im dritten Quartal stieg die Zahl um gut sieben Prozent auf 5,5 Mrd. Euro.

Festnetzsparte

Im Ausland vollzog die Telekom Anfang des Monats einen Strategieschwenk und stärkte ihre Mobilfunktochter in den Niederlanden durch den Kauf der Festnetzsparte von Vodafone. Zudem prüft der Konzern Insidern zufolge einen Verkauf des fast 5 Mrd. Euro schweren Anteils am britischen Konkurrenten BT.

Gleichzeitig gibt es Gegenwind von den Regulierungsbehörden. Sprudelnde Einnahmequellen drohen damit verloren zu gehen. Zum einen verbietet die EU-Kommission ab Juni 2017 die Roaming-Gebühren für die Handynutzung im europäischen Ausland. Zudem entscheidet die deutsche Bundesnetzagentur noch heuer über die Gebühren, die Telekom, Vodafone und Telefonica "o2" für die Zustellung von Anrufen in ihre Mobilfunknetze berechnen dürfen. Üblicherweise senkt die Regulierungsbehörde den Posten regelmäßig, womit den Anbietern Millionen-Umsätze verloren gehen. (Reuters, 10.11.2015)

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