Die Crux mit den Meetings: Sausen lassen oder ausharren?

User-Diskussion14. November 2016, 09:00
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In mehreren Befragungen wurden Meetings als größte Zeitfresser im Arbeitsalltag beschrieben. Experten raten mittlerweile manchmal, einfach abzusagen

Es klingt absurd, ist aber so: Weil Angestellte einen Großteil ihrer Arbeitszeit in Meetings oder mit dem Beantworten von Mails verbringen, bleibt häufig operationale Arbeit liegen, die mitunter am Abend oder am Wochenende erledigt werden muss. E-Mails und Meetings gehören deswegen für viele zu den unbeliebtesten Notwendigkeiten des Arbeitslebens. "Why work doesn't happen at work" heißt ein beliebter Ted-Talk, der dieses Paradoxon behandelt.

Auch gibt es bereits mehrere Ratgeber und natürlich einen Haufen schnelle Online-Tipps, wie der Zeitaufwand möglich gering bleiben soll. In manchen Unternehmen gibt es "No Meetings"-Tage, an denen sich die Angestellten voll und ganz auf ihre Aufgaben konzentrieren sollen.

Oft nur Phrasendrescherei

Grund für die Unbeliebtheit ist aber nicht nur Quantität, sondern auch Qualität vieler Meetings. Dass es oft bei Phrasendrescherei bleibt ist ein Klischee, dass in vielen Memes oder auch Videos festgehalten wurde. Eines der bekanntesten Beispiele ist dieses hier:

lauris beinerts

Freilich sind die Zusammenkünfte nicht bei allen unbeliebt: Meetings-Fans betonen, dass der Austausch mit Kolleginnen und Kollegen häufig neue Ideen bringe, eine Verschnaufpause biete und der Tapetenwechsel gut tue. Für sie sind Meetings alles andere als Zeitfresser.

Sollten sich die Gegner von Besprechungen einfach an Buchautorin Sarah Knight halten und alles, was nervt, vermeiden? In den meisten Fällen sicher nicht möglich. Aber: Könnte man die Zeit vielleicht für etwas anderes nützen? Zum Beispiel währenddessen den Einkaufszettel schreiben oder Termine ausmachen? Wie viele Besprechungstermine stehen diese Woche bei Ihnen an und werden Sie an allen teilnehmen? (red, 14.11.2016)

  • ted

    "Wann hatte man das letzte Mal drei Stunden am Arbeitsplatz, in denen man ungestört an etwas arbeiten konnte", fragt Jason Fried in seinem Ted-Talk. Unterbrechungen wie Meetings sind für ihn kontraproduktiv.

  • Nicht alle finden Meetings schrecklich, schließlich bieten sie Gelegenheit zum Austausch und Tapetenwechsel. Wie ist Ihre Meinung?
    foto: istock

    Nicht alle finden Meetings schrecklich, schließlich bieten sie Gelegenheit zum Austausch und Tapetenwechsel. Wie ist Ihre Meinung?

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