Laut Aktivisten 16 Tote bei Luftangriff auf Dorf bei Raqqa

9. November 2016, 10:33
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Syrische Rebellen weisen Angaben zu getöteten Zivilisten zurück

Damaskus – Bei einem Luftangriff der Anti-IS-Koalition auf ein Dorf nahe der syrischen Jihadisten-Hochburg Raqqa sind nach Angaben von Aktivisten 16 Zivilisten getötet worden. Unter den Toten in Al-Heisha seien sechs Frauen und ein Kind, teilte die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Mittwoch mit.

Das Dorf, das von der Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) kontrolliert wird, wurde demnach auch von den auf Raqqa vorrückenden Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) angegriffen.

Das von der US-geführten Koalition unterstützte kurdisch-arabische Rebellenbündnis hatte am Sonntag eine Offensive zur Rückeroberung von Raqqa begonnen. Am Dienstag nahmen die SDF-Kämpfer nach eigenen Angaben zwei weitere Dörfer ein und rückten weiter Richtung Raqqa vor. Viele Zivilisten flohen aus den vom IS kontrollierten Gebieten.

Eine SDF-Sprecherin dementierte die Angaben zu getöteten Zivilisten in Al-Heisha. In dem Dorf sei "nichts derartiges passiert", sagte die Sprecherin Jihan Scheich Ahmed der Nachrichtenagentur AFP. Die Behauptung stamme vom IS. Die Anti-IS-Koalition kündigte an, die Berichte zu prüfen.

Die Beobachtungsstelle bezieht ihre Informationen von Aktivisten in Syrien. Ihre Angaben sind von unabhängiger Seite kaum zu überprüfen.

Auch in der Provinz Idlib sollen am Dienstag bei Luft- und Artillerieangriffen auf Rebellengebiete nach Informationen von Kriegsbeobachtern mindestens 20 Menschen getötet worden sein. (APA, AFP, 9.11.2016)

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