Voestalpine: 44,5 Prozent Gewinnrückgang im ersten Halbjahr

9. November 2016, 08:42
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Nettogewinn sank auf 233,7 Millionen Euro

Wien – Der börsennotierte Stahlkonzern Voestalpine hat heuer im ersten Halbjahr 2016/17 einen Gewinneinbruch erlitten. Das Ergebnis nach Steuern sank um 44,5 Prozent auf 233,7 Millionen Euro, wie das Unternehmen heute, Mittwoch, mitteilte. Grund dafür seien "signifikant positive Einmaleffekte" im Vergleichszeitraum des Vorjahres bzw. Konsolidierungsumstellungen. Die Ergebnisse seien nur bedingt vergleichbar.

Rückläufig war allerdings auch der Umsatz, der sich gegenüber der Vorjahresperiode wegen des "deutlichen Abschwungs der Öl und Gasindustrie" um 6,5 Prozent von 5,79 auf 5,41 Milliarden Euro verringerte. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) ging um 21 Prozent auf 704,9 Millionen Euro zurück, die Marge verschlechterte sich von 15,4 auf 13 Prozent. Der Betriebsgewinn (Ebit) schmolz um 35,9 Prozent auf 368,9 Millionen Euro, die Ebit-Marge verminderte sich von 9,9 auf 6,8 Prozent. Der Gewinn je Aktie (EPS) brach um 44,1 Prozent von 2,29 auf 1,28 Euro ein.

Aufwärtstrend im zweiten Quartal

Die um die Sondereffekte bereinigten Werte zeigen laut Voestalpine die tatsächliche operative Entwicklung, "die im Jahresvergleich dennoch negativ bleibt". Der Abschwung der Öl- und Gasindustrie habe besonders tiefe Spuren im Unternehmensbereich Metal Engineering Division (Nahtlosrohre zur Öl- und Gasexploration) und in etwas moderaterer Form auch in der Steel Division (Grobbleche für Pipelines) sowie in der Special Steel Division (Spezialwerkstoffe für die Öl-und Gasexploration) hinterlassen.

Die Metal Forming Division hingegen habe dank der "hervorragenden Automobilkonjunktur bei gleichzeitig erfolgreicher Umsetzung ihrer Internationalisierungsstrategie" im Jahresvergleich sowohl beim Umsatz als auch den Ergebnissen deutlich zugelegt.

Im Verlauf des ersten Halbjahres ging es bei der Voestalpine erkennbar bergauf: "Das zweite Quartal ist im Vergleich zum ersten Quartal durch einen deutlichen Aufwärtstrend gekennzeichnet", betonte Konzernchef Wolfgang Eder. Das Ebitda habe sich im zweiten Quartal 2016/17 gegenüber dem Vorquartal um 11,1 Prozent "spürbar verbessert", das Ebit um 20,1 Prozent. Dazu trug vor allem die Steel Division bei.

Die bereinigten Ergebnisse des Vorjahres will die Voestalpine heuer im Gesamtjahr 2016/17 (per Ende März) zumindest erreichen: das Betriebsergebnis (Ebit) sollte "unverändert annähernd auf Höhe des (bereinigten) Wertes des vergangenen Geschäftsjahres zu liegen kommen". Beim operativen Ergebnis (Ebitda) erscheine auf Basis der Halbjahresziffern eine Wiederholung des (bereinigten) Vorjahresergebnisses möglich, hieß es. (APA, 9.11.2016)

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    grafik: apa
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