Glashaus: Initiative gegen Megaprojekt in Frauenkirchen

8. November 2016, 16:28
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Anrainer Hans Niessl dafür

Frauenkirchen – Der Plan des Gemüseproduzenten Perlinger, in Frauenkirchen im Burgenland ein 14 Hektar großes Glashaus zu errichten, wird die Frauenkirchner noch bis knapp vor Weihnachten beschäftigen. Die Bürgerinitiative rund um den Edelwinzer Josef Umathum präsentierte am Dienstag 250 Unterschriften gegen den Bau. Das sind mehr als fünf Prozent der Wahlberechtigten. Umathum und seine Mitstreiter haben damit nun sechs Wochen Zeit, 25 Prozent zum Unterschreiben zu bewegen, um so eine Volksabstimmung zu erzwingen.

Perlinger will um 29 Millionen Euro (Umathum: "Die Gemeinde spricht von 19. Was ist mit der Differenz?") eine Ganzjahresanbauhalle für Paradeiser errichten. Ende Oktober hat der Gemeinderat mit den Stimmen der SPÖ das Grundstück entsprechend umgewidmet. Dass der Raumplanungsbeirat in Eisenstadt diese Umwidmung genehmigt, bezweifelt kaum jemand. Die eingeholten Gutachten seien ja allesamt wohlwollend.

Zweifel an Gutachten

Deren Güte wird freilich vehement in Zweifel gezogen. Auch von den Grünen. Landeschefin Regina Petrik: "Es kann natürlich ein Zufall sein, aber dass dies alles gerade in der Heimatgemeinde des Landeshauptmanns geschieht, ist einfach auffällig."

Solche Rede macht den Hans Niessl einigermaßen krawutisch. Neben all den vielen Dingen, die für das Projekt sprächen, spreche er, der einstige Bürgermeister, jetzt als Bürger, ja Anrainer: "Ich wohne ein paar hundert Meter entfernt, gehe dort mit dem Hund spazieren und will das auch in Zukunft tun. Wenn nur irgendwas bedenklich wäre: Ich wäre der Erste, der dagegen aufsteht." (wei, 9.11.2016)

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