Brem: Kampfgeist in der Achterbahn

8. November 2016, 12:08
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Die Tiroler Skirennläuferin muss wegen eines Unterschenkelbruchs fünf Monate pausieren

Innsbruck – "Es ist, wie es ist", sagt Eva-Maria Brem. Mit dem Rollstuhl wurde die Tiroler Skirennfahrerin zur Pressekonferenz in der Klinik Hochrum bei Innsbruck gefahren. Es war Brems erster öffentlicher Auftritt seit ihrem Sturz am Freitag im Slalomtraining am Pass Thurn.

Die Diagnose war niederschmetternd: Sowohl das linke Schien- als auch das linke Wadenbein sind gebrochen. Die Saison, die im Oktober in Sölden begonnen hat und am Wochenende in Levi (Finnland) fortgesetzt wird, ist für Brem schon vorbei.

Der behandelnde Arzt Christian Hoser geht von "fünf Monaten plus/minus" Auszeit aus. Brem wurde noch am Freitag operiert. Hoser: "Bis jetzt ist alles wie geplant verlaufen."

Brem macht sich keinen Druck

Brem, die sich schon 2010 die gleiche Verletzung zugezogen hatte, will vorerst die Dinge auf sich zukommen lassen. Zeitlich will sie sich keinen Druck machen. "Wenn es einen Monat länger dauert, dauert es einen Monat länger." Im Moment komme ihre Gefühlswelt einer Achterbahnfahrt gleich. Gedanken an ein Karriereende seien ihr auch kurz gekommen, aber wieder verflogen.

"Eva hat einen Riesenkampfgeist", sagt Damen-Cheftrainer Jürgen Kriechbaum über die Riesentorlauf-Weltcupsiegerin der Vorsaison und Sportlerin des Jahres 2016. Der Winter kommt gerade aus den Startlöchern. Brem: "Ich habe mich gefreut, als es geschneit hat, dann ist mir eingefallen, dass ich nicht Ski fahren kann." Es sei einfach scheiße. Aber es ist, wie es ist. (rie, 8.11.2016)

  • Eva-Maria Brem versucht, die Dinge positiv zu sehen.
    foto: apa/expa/johann groder

    Eva-Maria Brem versucht, die Dinge positiv zu sehen.

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