Drei Millionen Dollar Schadenersatz für falsche Story über Vergewaltigung

8. November 2016, 10:31
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Artikel führte zu Protesten, polizeilichen Ermittlungen und zeitweiser Sperre der Verbindung an der Hochschule

Wegen eines ungeprüften und unrichtigen Artikels über eine angebliche Gruppenvergewaltigung an der University of Virginia wurde das US-Musikmagazin "Rolling Stone" wegen Diffamierung verklagt, derStandard.at berichtete. Das Magazin und die Autorin sollen drei Millionen Dollar Schadenersatz zahlen, urteilt jetzt eine Jury. Sabrina Rubin Erdely, die Autorin von "A Rape on Campus", soll zwei Millionen zahlen, der Verlag eine Million, berichtet die "New York Times".

Der Artikel vom 19. November 2014 schilderte das angebliche Martyrium einer Studentin namens "Jackie". Die junge Frau gab demnach an, im September 2012 von sieben Studenten im Haus der Verbindung Phi Kappa Psi brutal vergewaltigt worden zu sein.

Entschuldigung

Der Artikel führte zu Protesten, zu polizeilichen Ermittlungen und zu einer zeitweiligen Suspendierung der Verbindung an der Hochschule. Doch schnell kamen Zweifel an der Richtigkeit des Berichts auf.

Im Dezember entschuldigte sich das Magazin deswegen und distanzierte sich von dem Bericht. Die Polizei kam im März zu dem Schluss, dass sich "Jackies" Schilderung nicht nachweisen lasse, und legte den Fall auf Eis. (red, APA, 8.11.2016)

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