SPÖ ärgern Rupprechters Gratulationen an Parteifreunde

8. November 2016, 14:45
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Irritation über kostenpflichtige Aussendungen des Landwirtschaftsministers an Bauernbund-Kollegen

Wien – Die Gratulationsaussendung ist eine eigene Disziplin in der politischen Pressearbeit: Über den Originaltextservice (OTS) der APA beglückwünschen Spitzenpolitiker erfolgreiche Sportler, preisgekrönte Kulturschaffende und politische Freunde – in der Hoffnung, in der Berichterstattung zumindest am Rande vorzukommen.

Die Bemühungen von Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter (ÖVP/Bauernbund) in dieser Disziplin sorgen nun für Irritation bei der SPÖ. Denn seit Februar 2015 verschickte der Minister sechs Aussendungen, um Bauernbund-Kandidaten zu ihren Erfolgen bei Landwirtschaftskammerwahlen in den Bundesländern zu gratulieren. Weil Rupprechter die kostenpflichtigen Aussendungen von seinem Ministerium verschicken ließ, ortet die SPÖ Unvereinbarkeit.

"Verbindende Kraft im ländlichen Raum"

Im Landwirtschaftsministerium kann man die Aufregung nicht nachvollziehen. Schließlich waren alle Bauernbund-Politiker, denen Rupprechter gratuliert hatte, auch amtierende Landwirtschaftskammer-Präsidenten.

Dass der Koalitionspartner es als werblich erachtet, wenn der Bauernbund als "verbindende Kraft für den gesamten ländlichen Raum" bezeichnet wird, wollte man im Ministerium nicht kommentieren. Wie viel eine solche Aussendung kostet, war von der Sprecherin ebenfalls nicht zu erfahren. Nur so viel: Es gehe sicher nicht um große Beträge. (red, 8.11.2016)

  • Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter (ÖVP) steht in der Kritik.
    foto: apa/helmut fohringer

    Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter (ÖVP) steht in der Kritik.

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