Marks & Spencer schließt zahlreiche Filialen

8. November 2016, 10:22
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Defizitäre Aktivitäten im Ausland werden zurückgefahren

London – Der neue Chef von Marks & Spencer verordnet dem traditionsreichen britischen Einzelhändler eine Neuausrichtung. 30 Filialen werden bei der Restrukturierung geschlossen, 45 sollen nur noch Lebensmittel verkaufen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Außerdem werden für einige Filialen neue Standorte gesucht. Zugleich fährt Marks & Spencer sein defizitäres Engagement im Ausland zurück, dort sollen 53 Filialen geschlossen werden.

Die 132 Jahre alte Kette kann nicht mehr wie in der Vergangenheit punkten, vor allem Bekleidung und Haushaltswaren schwächeln. Hier sind ein Viertel der Filialen vom Umbau betroffen. Die Aktie des Unternehmens hat dieses Jahr bereits 22 Prozent ihres Werts eingebüßt.

Neuer Chef will Kosten senken

Der seit April amtierende Chef Steve Rowe will die Kosten senken. Expandieren soll Marks & Spencer mit Nahrungsmitteln, die derzeit mehr als die Hälfte des Umsatzes und ein Drittel des Gewinns ausmachen. Bis 2019 sollen in diesem Bereich 200 Filialen hinzukommen.

Kurzfristig gab es noch keine Erfolge. Im ersten Halbjahr fiel der Gewinn um 18,6 Prozent auf 231 Millionen Pfund, umgerechnet 260 Millionen Euro. (APA, Reuters, 8.11.2016)

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