Verbaljihadistin

Einserkastl7. November 2016, 18:19
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Weder die Identitären mit adrettem Scheitel noch Verbaljihadistinnen im Nikab gehören in den demokratischen Diskurs

Welchen Erkenntniswert hat es, eine entsprechend übermotivierte Islamkonvertitin mit Vollverschleierung in die bekannteste deutsche Diskussionssendung im öffentlich-rechtlichen Rundfunk einzuladen?

Lediglich die Bestätigung dessen, was man ohnehin gewusst hat: In Europa (diesfalls in der Schweiz) existieren radikalislamische bis islamistische Moscheenvereine. Als deren Sprecher eignen sich Konvertiten und Konvertitinnen besonders gut, weil sie die Landessprache perfekt beherrschen und ihre Propaganda entsprechend geschickt verpacken – immer an der Grenze.

Die Schweizerin, die Sonntagabend im Nikab bei "Anne Will" saß, erzählte jenen zwielichtigen Spin, der im Westen gegen den Westen angewendet wird: Die Muslime sind weltweit furchtbar verfolgt; für junge Leute, die sich hier so zurückgesetzt fühlen, dass sie unbedingt in den Jihad ziehen müssen, soll man Verständnis haben; und die Vollverschleierung und Vielweiberei seien eigentlich die totale Befreiung der Frau.

Das steht von der Methodik her etwa auf einer Stufe mit der Behauptung von rechten Gruppen wie den Identitären, sie würden so "umgevolkt" und hielten ja nur die eigene Kultur hoch.

Weder die Identitären mit adrettem Scheitel noch Verbaljihadistinnen im Nikab gehören in den demokratischen Diskurs. Sie sind schlicht ein Fall für den Verfassungsschutz. (Hans Rauscher, 7.11.2016)

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