Heinisch-Hosek will Quoten und mehr Vollzeitbeschäftigung

7. November 2016, 11:24
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SPÖ-Frauenvorsitzende sieht Privatwirtschaft gefordert

Wien – Gabriele Heinisch-Hosek, Frauenvorsitzende der SPÖ, bekräftigt ihre Forderung nach Frauenquoten in der Privatwirtschaft. Sie verwies auf eine Untersuchung der Boston Consulting Group, wonach Gleichstellung am Arbeitsmarkt auch bessere wirtschaftliche Ergebnisse bringt.

In Österreich würde bei einer besseren Erschließung der Potenziale von Frauen die Wertschöpfung um mindestens fünf Prozent steigen. Das bedeute eine Erhöhung von rund 17 Milliarden Euro, so Heinisch-Hosek. Sie fordert daher, dass Unternehmen mehr tun, um Frauen zu unterstützen.

Teilzeitbeschäftigung als Haupthindernis

"Wir brauchen endlich Quoten in Aufsichtsräten und in Leitungsfunktionen in der Privatwirtschaft. Nur so werden wir hier schneller ans Ziel kommen", forderte die frühere Frauenministerin. Betriebe sollen sich auch darum bemühen, dass Frauen wieder aus der Teilzeit in Vollbeschäftigung zurückkehren. Im Jahresschnitt 2015 arbeiteten 47,7 Prozent der Frauen Teilzeit – eine überlange Teilzeitbeschäftigung werde aber von den ExpertInnen als ein Haupthindernis gesehen, betont Heinisch-Hosek. Einmal mehr forderte sie auch eine Weiterentwicklung der innerbetrieblichen Einkommenstransparenz. "Mehr Gleichstellung am Arbeitsmarkt ist gut für die Frauen, gut für die Unternehmen und gut für Österreich." (APA, 7.11.2016)

  • Betriebe sollen sich auch darum bemühen, dass Frauen wieder aus der Teilzeit in Vollbeschäftigung zurückkehren, sagt SP-Frauenvorsitzende Heinisch-Hosek.
    foto: apa/georg hochmuth

    Betriebe sollen sich auch darum bemühen, dass Frauen wieder aus der Teilzeit in Vollbeschäftigung zurückkehren, sagt SP-Frauenvorsitzende Heinisch-Hosek.

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