Ryanair mit Gewinnsprung im zweiten Quartal

7. November 2016, 13:11
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Billigflieger will der Lufthansa auch in Frankfurt Konkurrenz machen

Dublin – Trotz eines gestiegenen Halbjahresgewinns im Frühling und Sommer bleibt die Billigfluggesellschaft Ryanair bei ihrer Prognose für das Gesamtjahr vorsichtig. Vorstandschef Michael O'Leary verwies am Montag auf die Unsicherheit, wie es nach dem Brexit-Votum weitergehen wird.

Ryanair setzt daher lieber auf Wachstum in Deutschland, Italien und Belgien. Ab dem Sommerflugplan 2017 startet die Airline erstmals in Frankfurt am Main.

Von April bis Ende September – dem ersten Halbjahr seines Geschäftsjahrs – machte Ryanair 1,168 Milliarden Euro Gewinn, um sieben Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. In ihrem ersten Halbjahr 2015 hatte die Airline aber noch einen Gewinnsprung um 37 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum verbuchen können.

Gewinnprognose bleibt

Die Abstimmung der Briten für einen Austritt ihres Landes aus der Europäischen Union hat das britische Pfund gegenüber dem Euro fallen lassen. Ryanair erzielt ein Viertel seiner Einnahmen in Großbritannien. Die Fluglinie hatte daher bereits Mitte Oktober die Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr bis Ende März 2017 um fünf Prozent auf bis zu 1,35 Milliarden Euro gesenkt. Dabei blieb Ryanair am Montag.

Die Zahl der Passagiere steigerte Ryanair von April bis Ende September um zwölf Prozent auf fast 65 Millionen, der Umsatz stieg um zwei Prozent auf 4,1 Milliarden Euro. Im Gesamtjahr soll die Passagierzahl 119 Millionen erreichen, das wäre ein neuer Rekord. Bis 2024 sollen sogar rund 200 Millionen Passagiere mit Ryanair fliegen, so das Ziel.

Ungeachtet fallender Ticketpreise will Ryanair zudem ihren Anteil am europäischen Kurzstreckenmarkt weiter erhöhen. Er liegt derzeit bei 15 Prozent, im Visier sind 20 Prozent.

Um die Wachstumsziele zu erreichen, wird die geplante Stilllegung von rund 40 Flugzeugen verschoben.

Die Aktie von Ryanair legte am Montag an der Börse von Dublin um zeitweise mehr als fünf Prozent kräftig zu. (APA, 7.11.2016)

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