Keine Einigung auf gemeinsamen Kandidaten für Gauck-Nachfolge

6. November 2016, 17:44
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Koalitionsspitzen vertagen Suche nach Präsidentenkandidaten erneut

Berlin – Die Parteivorsitzenden von CDU, CSU und SPD haben sich nach Angaben von SPD-Chef Sigmar Gabriel am Sonntag noch nicht auf einen gemeinsamen Kandidaten für die Nachfolge von Bundespräsident Joachim Gauck einigen können. In Teilnehmerkreisen hieß es, die Beratungen würden fortgesetzt. Gabriel sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland nach einem rund eineinhalbstündigen Treffen mit der CDU-Vorsitzenden Angela Merkel und CSU-Chef Horst Seehofer im Kanzleramt, eine Einigung sei weiterhin nicht ausgeschlossen.

Gabriel hatte sich für Außenminister Frank-Walter Steinmeier als Kandidaten starkgemacht. Eine Zustimmung der Union zu dem SPD-Politiker galt aber als unwahrscheinlich. In den beiden Unions-Parteien gibt es erheblichen Druck, dass CDU und CSU angesichts eines Stimmenanteils von rund 43 Prozent in der Bundesversammlung bei der Wahl eines neuen Bundespräsidenten am 17. Februar 2017 einen eigenen Kandidaten präsentieren. (Reuters, 6.11.2016)

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