Ungarnhilfe

Einserkastl4. November 2016, 17:28
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Österreichische Soldaten werden gemeinsam mit ungarischen an der Grenze zu Serbien Wege bauen

Bei der Verabschiedung von 65 Bundesheersoldaten, die an die ungarisch-serbischen Grenze zum Flüchtlingsabwehreinsatz kommen, äußerte sich Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil kritisch über EU, Türkei und den Flüchtlingsansturm. Sinngemäß: Weil die alle nix machen, müssen wir es selbst machen, sagte Doskozil zur Kronen Zeitung.

Aus diesem Grund werden die österreichischen Soldaten gemeinsam mit den ungarischen an der Grenze zu Serbien ... was tun? Wege bauen.

"Die Kernaufgaben liegen in der Verbesserung der Infrastruktur", erläuterte der Kommandant des österreichischen Kontingents (Austrian Contingent Hungary bzw. Autcon Hun).

So gesehen, werden die österreichischen Soldaten aller Voraussicht nach nicht an den Brutalitäten beteiligt werden, die bei den Ungarn immer wieder passieren. Aber das Thema hat einen größeren Hintergrund. Bisher hält das Abkommen mit der Türkei. Da aber Tayyip Erdogan vollkommen auf dem Diktatorentrip ist, wird sich Europa möglicherweise nicht mehr lange auf ihn verlassen können. Das bedeutete, dass die EU ihren Grenzschutz wirklich selbst übernehmen muss. Und das bedeutet mehr, viel mehr als Wegebau in Ungarn.

Da ist wieder das Problem vom Vorjahr: Schlauchboote, die von der türkischen Küste kommen, versenken? Da würden wir gerne hören, wie sich Doskozil das vorstellt. (Hans Rauscher, 4.11.2016)

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