Weihnachtslieder gegen Überfremdung

5. November 2016, 09:00
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Gott meldet sich in der christlichen Politik zurück. Alles wird gut, denn wir singen wieder Weihnachtslieder

Natürlich wissen wir alle, dass oberflächlicher Atheismus auch keine Lösung sein kann. Die Angst vor dem Tod kann einem auch nicht mit der Aussicht auf das Nichts, das danach kommt, genommen werden. Es liegt aber sicher nicht nur an den gerade wieder erfolgreich abgelaufenen reflexiven Einkehrterminen Allerheiligen und Allerseelen, dass seit einiger Zeit ein wenig viel christliche Werte und O-Gott-oh-Gotts in der Gegend herumschwirren.

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel etwa schlug in ihrer dankenswerterweise auf Youtube dokumentierten Rede auf dem CDU-Parteitag in Mecklenburg-Vorpommern eine interessante neue Strategie gegen die Angst vor Überfremdung und für die Bewahrung unserer europäischen Werte vor. Man solle mit seinen Kindern wieder verstärkt christliche Weihnachtslieder singen und dazu "jemanden auftreiben, der Blockflöte spielen kann". Es gehe nicht an, dass heutzutage zu Weihnachten "auch Tamtatata oder Schneeflöckchen, Weißröckchen" laufe. Als Vorsteherin einer Partei mit dem C im Namen meine sie das ganz ernst. Die Delegierten (Mein Gott, Ossis!) lachten deswegen teilweise.

Warum allerdings Merkel dieses Wochenende erstmals nicht am Parteitag der gottesfürchtigen CSU in München teilnimmt, lässt sich nur mit einer anderen christlichen Thematik erklären, jener der Herbergssuche. Wo und warum überhaupt Flüchtlinge in Bayern untergebracht werden sollen, darüber ist sich die Blockflöten- und BMW-Fraktion uneinig. Achtung, dieser Artikel ist ohne Gott und Norbert Hofer ausgekommen! (schach, 5.11.2016)

  • Man solle mit seinen Kindern verstärkt christliche Weihnachtslieder singen, schlägt Kanzlerin Angela Merkel als Strategie gegen Überfremdung vor.
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    Man solle mit seinen Kindern verstärkt christliche Weihnachtslieder singen, schlägt Kanzlerin Angela Merkel als Strategie gegen Überfremdung vor.

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