"Air": Start-up baut "schönere" Alternative zu Apple Airpods

5. November 2016, 09:20
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Drahtlose Ohrhörer sollen mit klarem Sound überzeugen und bieten drei Stunden Akkulaufzeit

Mit dem iPhone 7 hat Apple die 3,5mm-Audioklinke bei seinen Smartphones abgeschafft. Ein Schritt, der zahlreiche Besitzer konventioneller Kopfhörer verärgert hat und zur wohl meistdiskutierten Änderung geworden ist. Die Zukunft der Musik ist, wenn es nach Apple geht, digital und kabellos, hat man doch gleichzeitig auch eigene Drahtlos-Ohrhörer unter dem Namen "Airpods" vorgestellt.

Diese erhalten nun Konkurrenz durch das Start-up Crazybaby. Das junge Unternehmen will eigene kabellose Hörer auf den Markt bringen, die dem Produkt aus Cupertino ebenbürtig sein und dabei besser aussehen sollen.

Hohe Soundqualität wird versprochen

Schlicht "Air" nennt sich die Lösung. Während Apples Hörer aufgrund ihres Aussehens bereits mit dem Bürstenkopf elektrischer Zahnbürsten verglichen wurden, stehen die kieselförmigen Air-Hörer nicht über den inneren Bereich der Ohrmuschel hinaus und sitzen dabei sicher. Tech in Asia bezeichnet sie als die "schönere" Alternative zu den Airpods.

crazybaby lifestyle

Sie nutzen den aktuellen Bluetooth 4.2-Standard, sind gegen starkes Spritzwasser und kurzes Untertauchen gefeit (IPX6) und sollen durch die Integration eines auf Kohlenstoff-Nanoröhrchen basierenden Akustik-Systems mit besonders guter Soundqualität punkten. Laut eigenen Tests liegen sie ex aequo mit Ohrhörern des renommierten Herstellers Sennheiser, die jedoch um ein Vielfaches teurer sind.

Der Akku der Air soll drei Stunden Musikgenuss ermöglichen, mitgeliefert wird eine kleine Ladestation, die Kapazität für fünf Ladevorgänge bietet. Über das integrierte Mikrofon mit Rauschunterdrückung lassen sich Sprachassistenten wie Siri oder Amazons Alexa auch bedienen, ohne direkt in der Nähe des Handys oder Lautsprechers zu sein. Die Einrichtung der Ohrhörer, die Anzeige ihres Akkustands sowie das Einstellen verschiedener Equalizer-Regelungen werden über eine eigene App für Android und iOS ermöglicht.

foto: crazybaby

Crowdfunding-Hit

Das Unternehmen Crazybaby wurde von Allen Thang gegründet, es ist nach dem schwebenden Lautsprecher "Mars" (2014) und den futuristischen Soundboxen "Luna" (April 2016) sein drittes Crowdfunding-Projekt. Auch Air soll über die Plattform Indiegogo finanziert werden, was auch bereits gelungen ist. Die Kampagne dauert noch einen Monat, hat mit über 5.200 Unterstützern ihr Finanzierungsziel von 50.000 Dollar aber bereits mehr als verzehnfacht.

Zhang hat nach der Jahrtausendwende beim chinesischen Elektronikhändler TCL gearbeitet, der unter anderem Fernseher und Smartphones herstellt. Später war er im Dienste des Accessoirherstellers Skullcandy tätig. Er hält fest, dass die Air bereits im August angekündigt worden sind, noch bevor Apple mit den Airpods an die Öffentlichkeit ging.

Auslieferung für Jänner vorgesehen

Interessenten können auf Indiegogo zur Finanzierung beitragen und für 129 Dollar (aktuell etwa 116 Euro) ein Paar Ohrhörer reservieren, womit die Hörer preislich etwas unter Apples Angebot liegen.

Laut Roadmap sind die Geräte bereits fertig entwickelt, zertifiziert und auch die Herstellung vorbereitet, was das Ausfallsrisiko gering erscheinen lässt. Ein erster Fertigungstestlauf soll im November erfolgen, die weitere Optimierung im Dezember. Mit dem Start der Massenproduktion und Auslieferung rechnet man aktuell im Jänner. (gpi, 05.11.2016)

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