Salzburg: 365-Euro-Ticket, mehr Park-and-ride und neue Bahngarnituren

4. November 2016, 12:45
69 Postings

Stadt und Land einigen sich auf eine günstigere Jahreskarte, mehr Park-and-ride-Plätze und neue Lokalbahngarnituren, um den öffentlichen Verkehr attraktiver zu machen

Salzburg – Nachdem Stadt und Land Salzburg jeweils eigene Lösungsansätze präsentiert hatten, um dem Stau in der Landeshauptstadt zu begegnen, gab es am Freitag ein gemeinsames Treffen, um des Verkehrschaos Herr zu werden. Bei dem Gespräch mit Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) und Bürgermeister Heinz Schaden (SPÖ), den zuständigen Verkehrsreferenten Hans Mayr (parteifrei) und Johann Padutsch (Grüne) sowie Vizebürgermeister Harald Preuner (ÖVP) haben sich Stadt und Land auf einige Punkte zur Stärkung der Öffis geeinigt.

Als vorrangige Maßnahme werden vier neue Niederflurmittelteile für die Lokalbahn angeschafft. Dadurch könne die Fahrgastkapazität um 30 Prozent erhöht werden, heißt es in einer gemeinsamen Aussendung. Wie bereits von Schaden und Mayr angekündigt, kommt auch die Stadtjahreskarte um 365 Euro wieder zurück – zuletzt kostete das City-Ticket 379 Euro. Ebenfalls angegangen werden der Park-and-ride-Platz beim Messezentrum und 800 zusätzliche Park-and-ride-Plätze entlang der Pendlerrouten. Zudem soll es eine gemeinsame digitale Lösung für die Baustellenkoordination geben.

Experten für Obusanbindung der Umlandgemeinden

Stadt und Land Salzburg wollen dafür zusätzliche Gelder zur Verfügung stellen. Eine Million Euro gibt es für die Lokalbahngarnituren, 1,4 Millionen Euro sind insgesamt für das 365-Euro-Ticket vorgesehen, und ein Abstellplatz auf einer Park-and-ride-Anlage koste im Schnitt 4.000 Euro, rechnen Stadt und Land vor.

Die Anbindung der Obuslinien an die Umlandgemeinden wird nun von einer Expertengruppe geprüft. Diese soll in zwei Monaten einen Bericht vorlegen. Herausgekommen ist im Endeffekt die Schnittmenge der Vorschläge, die sich Verkehrslandesrat Mayr und Bürgermeister Schaden zuvor über die Medien ausgerichtet haben.

"Das Bild der vergangenen Wochen ist Geschichte, und heute ist der Startschuss zu einem konstruktiven Miteinander gefallen", kommentiert Mayr die nunmehrige Einigung. Schaden zeigt sich zufrieden: "Die Stadt löst in ihren eigenen Bereichen die Hausaufgaben. Bei 60.000 Einpendlern pro Tag ist klar, dass die Lösung in der Region liegen muss. Darum bin ich froh über die heute vereinbarten Schritte." (Stefanie Ruep, 4.11.2016)

Share if you care.