Für Überwachung und Kontrolle des BND gelten neue Regeln

4. November 2016, 11:13
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Bundesrat billigt überarbeitete Gesetze zum Auslandsgeheimdienst

Für die Auslandsüberwachung des deutschen Bundesnachrichtendienstes (BND) und die Kontrolle des Geheimdienstes gelten künftig neue Regeln: Der deutsche Bundesrat billigte am Freitag die im Oktober vom Bundestag beschlossenen Gesetze.

Mit den Neuregelungen wird die strategische Fernmeldeaufklärung von Ausländern im Ausland neu geregelt. Dazu gehört die Überwachung von Telefon und Internetverbindungen durch den BND. Dazu kann der Auslandsgeheimdienst auch Internetknotenpunkte in Deutschland anzapfen, über die der weltweite Datenverkehr abgewickelt wird. Welche Telekommunikationsnetze überwacht werden, muss das Bundeskanzleramt festlegen.

Schutz für Hinweisgeber

Das Gesetz zur Geheimdienstkontrolle sieht die Bestellung eines "Ständigen Bevollmächtigten des Parlamentarischen Kontrollgremiums (PKGr)" vor, der die Arbeit des Überwachungsgremiums unterstützen und mit anderen Kontrollinstanzen koordinieren soll. Das PKGr soll künftig zudem einmal im Jahr die Präsidenten der deutschen Nachrichtendienste öffentlich befragen. Ferner soll der Schutz für Hinweisgeber aus den Nachrichtendiensten verbessert werden.

Hintergrund der Reformen sind die Enthüllungen des ehemaligen US-Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden. Sie hatten ein Schlaglicht auf die Zusammenarbeit zwischen dem US-Dienst NSA und dem BND bei der Abschöpfung von Kommunikationsdaten geworfen. (APA, 4.11. 2016)

  • BND-HQ in Berlin.
    foto: apa

    BND-HQ in Berlin.

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