Luxusautos des Sohns von Äquatorialguineas Präsident beschlagnahmt

3. November 2016, 20:26
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Teodorin Obiang, Sohn des umstrittenen Langzeitherrschers Teodoro Obiang Nguema, soll sich in Frankreich wegen Vermögensdelikten verantworten

Genf – Die Schweizer Staatsanwaltschaft hat am Flughafen von Genf elf Luxusautos des Vizepräsidenten und Sohns des Präsidenten von Äquatorialguinea, Teodorin Obiang, beschlagnahmt. Die Zwangsmaßnahme sei im Zuge eines Strafverfahrens wegen Geldwäscherei erfolgt, teilte der Sprecher der Genfer Staatsanwaltschaft, Henri Della Casa, am Donnerstag mit.

Strafverfahren

Auch die französische Justiz hat ein Strafverfahren gegen den 47-jährigen Obiang eröffnet, wie die SDA berichtet. Demnach soll er sich in Frankreich wegen Vermögensdelikten wie Veruntreuung und Korruption vor Gericht verantworten müssen. Die französischen Ermittler werfen ihm demnach vor, sich zwischen 2007 und 2011 teilweise über Vermittler oder Scheinfirmen Immobilien im Wert von mehreren Dutzend Millionen Euro angeeignet zu haben.

Der Verdächtige ist der Sohn von Teodoro Obiang Nguema, der seit 36 Jahre Präsident des zentralafrikanischen Äquatorialguinea ist. Im April wurde er für weitere sieben Jahre im Amt bestätigt. Er regiert das kleine Land am Äquator mit eiserner Faust. Im August 1979 kam Obiang durch einen Staatsstreich an die Macht. Drei Jahre später wurde der heute 73-jährige offiziell zum Präsidenten ernannt. Er gilt als einer der brutalsten und korruptesten Machthaber in Afrika. (APA, 3.11.2016)

  • Zwei Ferraris Teodorin Obiangs werden abtransportiert.
    foto: ap/gillieron

    Zwei Ferraris Teodorin Obiangs werden abtransportiert.

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