FMA wegen variabel verzinster Haushaltskredite besorgt

3. November 2016, 16:37
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Kreditrisiko würde sich bei steigenden Zinsen erhöhen – Banken und Versicherungen stöhnen

Wien – Banken und Versicherungen stöhnen unter den anhaltenden Niedrigzinsen. Die österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA) sieht darin eine große Herausforderungen für die Banken. Provisionserträge würden damit immer wichtiger. Problematisch sieht FMA-Vorstand Helmut Ettl aktuell den hohen Anteil variabel verzinster Haushaltskredite, weil das Kreditrisiko bei steigenden Zinsen größer werde.

In einem Hearing im Finanzausschuss im Parlament heute begrüßte Ettl am Donnerstag deshalb die aktuelle Tendenz zum Abschluss fix verzinster Privatkredite. Auch die Versicherer kämpfen in diesem Umfeld: Dort müssen gut verzinste Rücklagen mehr und mehr durch niedrig verzinste Assets ersetzt werden.

Stark zurückgefahren haben die Banken, wie FMA-Vorstand Klaus Kumpfmüller im Finanzausschuss berichtete, die Derivate.

Die etablierten Banken erleben immer mehr Konkurrenz durch sogenannte FinTechs. Für Start-ups in der Finanzdienstleistungsbranche wurde in der FMA eine eigene Abteilung mit Beratung eingerichtet. Behindern wolle die FMA diese dynamische Entwicklung nicht, sagte Kumpfmüller. (APA, 3.11.2016)

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