Christian Fuchs als Leicesters Retter

3. November 2016, 13:03
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Englands Meister nach 0:0 in Kopenhagen beim Champions-League-Debüt weiter ungeschlagen und ohne Gegentor – Reals Zidane nach 3:3 in Warschau nicht beunruhigt

Kopenhagen/Warschau – Leicester City hat zwar den vorzeitigen Aufstieg ins Champions-League-Achtelfinale verpasst, ist aber nach dem 0:0 in Kopenhagen auch nach dem vierten CL-Spiel noch ungeschlagen und ohne Gegentor. Das hat der Tabellenführer der Gruppe G nicht zuletzt Christian Fuchs zu verdanken, der am Mittwoch als Retter in höchster Not agierte.

In der 70. Minute klärte Fuchs eine Topchance von Benjamin Verbic auf der Linie. "Ein schwieriges Auswärtsspiel, aber noch immer ungeschlagen", resümierte der 30-Jährige nach der Partie auf Twitter.

Respekt

Wie stark Kopenhagen ist, zeigen die letzten 27 Pflichtspiele. Nur ein einziges davon hat der dänische Meister verloren, vor zwei Wochen setzte es in Leicester eine unglückliche 0:1-Niederlage. "Natürlich ist man zufriedener, wenn man gewinnt, aber man muss den Gegner respektieren", sagte Leicester-Trainer Claudio Ranieri, dessen Team bereits ein Punkt im Heimspiel gegen Club Brügge genügt, um ins Achtelfinale vorzustoßen.

Neben Leicester ist nur noch Gruppe-H-Spitzenreiter FC Sevilla ohne Gegentor. Der Europa-League-Seriensieger feierte am Mittwoch einen klaren 4:0-Heimsieg über Salzburg-Bezwinger Dinamo Zagreb, während Verfolger Juventus Turin beim 1:1 zu Hause gegen Olympique Lyon erstmals ein Gegentor kassierte.

Fixiert

In Gruppe F steht Borussia Dortmund nach dem 1:0 gegen Benfica Lissabon bereits als Aufsteiger fest, während Titelverteidiger Real Madrid bei Legia Warschau nach 2:0-Führung nur ein 3:3 erreichte. "Wenn du in einem Auswärtsmatch zwei Tore erzielst, hast du das Spiel normalerweise unter Kontrolle. Aber am Ende haben wir unseren Gegner zurück ins Spiel kommen lassen", analysierte Real-Trainer Zinedine Zidane, dessen Team im Finish kurzzeitig sogar in Rückstand geriet. "Nach dem ersten Tor wurde es schwer für uns. Wir haben alles vermissen lassen: Intensität, Beweglichkeit, Enthusiasmus. Das Gute ist, dass wir nicht verloren haben."

Nicht beunruhigt

Dass Real in den letzten zehn Pflichtspielen immer zumindest einen Treffer zugelassen hat, ist auch Zidane aufgefallen. "Das ist nichts, was mich beunruhigt. Aber wir wissen, was wir tun müssen und dass wir uns verbessern können. Wir müssen daran arbeiten, dass es nicht wieder passiert", betonte der Franzose, der seine Spieler vor Legia noch eindringlich gewarnt hatte. "Ich habe gesagt, dass der Gegner uns Probleme bereiten kann, wenn wir nicht mit genug Intensität spielen. Doch nach unseren beiden Toren haben wir uns entspannt und sind dafür bestraft worden."

Bayer Leverkusen durfte sich indes beim 1:0 gegen Tottenham über den ersten Champions-League-Auswärtssieg seit dem 4. November 2014 freuen. Nach zuvor drei Remis meldete sich der Klub von Julian Baumgartlinger, Aleksandar Dragovic und Ramazan Özcan damit wieder im Aufstiegsrennen der Gruppe E zurück. Zwei Punkte fehlen auf den ebenfalls noch ungeschlagenen Tabellenführer AS Monaco, der einen ungefährdeten 3:0-Heimsieg über ZSKA Moskau feierte. (APA, 3.11.2016)

  • Ein Fuchs tut das, was er eben tut.
    foto: reuters/couldrige

    Ein Fuchs tut das, was er eben tut.

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