Swisscom steigerte dank Telecom-Italia-Zahlung Gewinn

3. November 2016, 12:06
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Betriebsgewinn in den ersten neun Monaten um 6,7 Prozent auf 3,3 Mrd. Franken erhöht

Die Swisscom verdient dank eines Vergleichs in Italien mehr Geld. In den ersten neun Monaten sei der Betriebsgewinn (Ebitda) um 6,7 Prozent auf 3,3 Mrd. Franken (3,1 Mrd. Euro) gestiegen, teilte der Konzern am Donnerstag mit. Die Swisscom profitierte von einer Zahlung von Telecom Italia über 55 Mio. Euro als Folge einer außergerichtlichen Einigung in einem Rechtsstreit.

Umsatz stagniert

Ohne die Sondereffekte wäre der Betriebsgewinn um 1,7 Prozent gesunken. Der Reingewinn kletterte um 13,1 Prozent auf 1,2 Mrd. Franken. Im Vorjahr hatte allerdings die Rückstellung von 186 Mio. Franken für eine Strafe der Schweizer Wettbewerbskommission Weko das Ergebnis nach unten gedrückt. Der Umsatz stagnierte bei 8,643 Mrd. Franken.

Der Schweizer Konzern, der mehrheitlich dem Staat gehört, hält an seiner Prognose für das laufende Jahr fest und erwartet 4,25 Mrd. Franken Betriebsergebnis und 11,6 Mrd. Franken Umsatz. Bei Erreichen der Ziele soll erneut eine Dividende von 22 Franken pro Aktie gezahlt werden.

"Solide Zahlen"

"Wir haben erneut solide Zahlen erarbeitet, auch wenn der Wind im dritten Quartal rauer geworden ist", erklärte Swisscom-Chef Urs Schaeppi in der Pressemitteilung. Starker Preisdruck und sinkende Preise für die Benutzung des Handys im Ausland (Roaming) forderten die Swisscom bei Umsatz und Profitabilität.

Swisscom will sparen. Die Zahl der Mitarbeiter sank um 311 auf 21.292 Vollzeitstellen. Bereinigt um Unternehmenskäufe nahm der Personalbestand als Folge von Effizienzmaßnahmen um 350 Vollzeitstellen oder 1,6 Prozent ab. (Reuters/APA, 3.11.2016)

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