Polen will 1.000 Euro bei Geburt schwerbehinderter Kinder zahlen

3. November 2016, 10:33
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Nationalkonservative Regierung plant weitere Maßnahmen zur Unterstützung schwieriger Schwangerschaften

Warschau – Bei der Geburt eines schwerbehinderten oder lebensgefährlich kranken Kindes sollen Frauen in Polen künftig umgerechnet 1.000 Euro erhalten. Bis Jahresende sollen weitere Maßnahmen zur Unterstützung schwieriger Schwangerschaften folgen, kündigte Regierungssprecher Rafal Bochenek laut der Nachrichtenagentur PAP an.

Die nationalkonservative Regierung im katholisch geprägten Polen war zuletzt nach massiven Protesten überraschend von einem Abtreibungsverbot abgerückt.

Gesetzesentwurf "Pro Leben"

Die neuen Maßnahmen sind im Gesetzentwurf "Pro Leben" enthalten, der jetzt von der Regierung angenommen und ins Parlament weitergeleitet wurde. Die Änderungen hatten die Nationalkonservativen vor rund einem Monat angekündigt, um Befürworter des von ihnen verworfenen Abtreibungsverbots milde zu stimmen.

Das Gesetz zum Abtreibungsverbot, das auch Haftstrafen vorsah, war von einer Bürgerbewegung ins Parlament eingebracht worden. Die Abgeordneten nahmen den Entwurf in erster Lesung an, verwarfen ihn aber eilig wieder, als zehntausende Frauen demonstrierten und die PiS-Partei um ihre Wiederwahl bangen musste. (APA, 3.11.2016)

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