37 Prozent der Österreicher sehen Spaltung im Land

3. November 2016, 10:29
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Bei Menschen mit höherer Bildung ist der Eindruck einer zweigeteilten Nation besonders stark

Linz – Insgesamt 37 Prozent der Österreicher meinen, dass das Land politisch gespalten ist. Das hat das Linzer Meinungsforschungsinstitut Imas in einer am Donnerstag veröffentlichten repräsentativen Umfrage herausgefunden. Im August und September wurden dafür 1.031 Personen ab 16 Jahren befragt. Von einer Spaltung Österreichs war im Zusammenhang mit dem Ausgang der Bundespräsidentenstichwahl immer wieder die Rede.

Von einem eindeutigen Befund in diese Richtung wollen die Meinungsforscher aufgrund des Umfrageergebnisses aber nicht sprechen. Denn 19 Prozent sind demnach "voll und ganz" von einer Spaltung des Landes überzeugt, weitere 18 "einigermaßen". Dem stehen 32 Prozent gegenüber, die das "eher nicht" so sehen, und weitere acht Prozent, für die das "überhaupt nicht" zutrifft. Bei Menschen mit höherer Bildung und FPÖ- sowie Grünen-Sympathisanten ist der Eindruck einer gespaltenen Nation überdurchschnittlich stark.

foto: apa

Zuwanderung und Flüchtlinge polarisieren

Imas fragte jene 37 Prozent, die von einer Spaltung des Landes sprechen, in welchen Themenbereichen sie diese besonders spüren. Als stärkste Bruchlinie stellte sich dabei die Zuwanderung inklusive Flüchtlingskrise und Integration heraus. 69 Prozent antworteten dementsprechend.

Als wesentlich weniger bedeutend werden politische Gesinnung (zwölf Prozent Nennungen), die EU sowie der Bereich Budget- und Finanzpolitik, Staatsverschuldung, Verschwendung von Steuergeldern (jeweils zehn Prozent) angesehen. Die Bundespräsidentenwahl ist für acht Prozent ein Spaltpilz, Religion/Islam für sechs Prozent. Ausländerkriminalität, Umweltschutz, der Umgang mit Digitalisierung und die Wissenschaft sorgen hingegen in den Augen der Befragten kaum für Spannungen im Lande. (APA, 3.11.2016)

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