Anti-Clinton-Video zeigt Deutschland unter IS-Herrschaft

Video2. November 2016, 21:03
136 Postings

Verminter Schwarzwald und Fahne der Terrormiliz an Schloss Neuschwanstein und Brandenburger Tor zu sehen – Auch ÖBB-Zug in Propagandavideo zu sehen

Berlin/Washington – Ein abwegiges Video über ein Deutschland unter Islamistenherrschaft soll im US-Wahlkampf Stimmung gegen die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton machen. Inhaltlich passt das Video der fremdenfeindlichen US-Gruppe "Secure America Now" zum Wahlkampf des republikanischen Clinton-Konkurrenten Donald Trump. Die "Berliner Morgenpost" hatte zuerst darüber berichtet.

secure america

Im August hatte Trump über Clinton und die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel gesagt: "Hillary Clinton will Amerikas Angela Merkel werden, und ihr wisst, was für eine Katastrophe diese massive Einwanderung für Deutschland und die Menschen Deutschlands ist." Erwähnt wird er in dem Video nicht.

Auf der Facebook-Seite von "Secure America Now" wurde das Video mehr als 150.000 Mal aufgerufen. Der rund eineinhalbminütige Film beginnt mit der Begrüßung "Willkommen im Islamischen Staat Deutschland". Ein Sprecher mit deutschem Akzent erzählt dann, Unterwanderung durch syrische Flüchtlinge habe es Jihadisten ermöglicht, Deutschland zu erobern und dem "Kalifat" einzugliedern.

Dann werden deutsche Touristen-Attraktionen gezeigt: Der Schwarzwald ist vermint, das Oktoberfest frei von Schweinefleisch und Alkohol, den Kölner Dom ziert der Halbmond, an Schloss Neuschwanstein und dem Brandenburger Tor wehen Fahnen der Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS).

Auch die ÖBB tauchen in dem Propagandavideo auf, der Text zum Bild eines ÖBB-Zuges lautet: "Die westlichen Kräfte hatten unsere Leute dazu gezwungen, in Straßen und Bahnhöfen zu schlafen."

Zuvor hatte die als gemeinnützig eingetragene Organisation "Secure America Now" ein ähnliches Video über Frankreich veröffentlicht. Ein weiteres über die USA solle folgen, sagte ein Sprecher der rechtspopulistischen US-Internetseite "Breitbart". Die Kurzfilme sollen ihm zufolge zeigen, wie es in vier Jahren aussehen würde, sollte Clinton die Wahl am 8. November gewinnen. Man wolle damit Wähler in umkämpften US-Staaten ansprechen. (APA, 2.11.2016)

Share if you care.