Microsoft stellt Kollaborations-Plattform "Teams" vor

2. November 2016, 16:54
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Alternative zu Slack und Co. wird Teil von Office 365 und soll "Zukunft der Zusammenarbeit" eröffnen

Auf einem Event in New York City hat Microsoft eine neue Kollaborations-Plattform vorgestellt. Als Alternative zu Angeboten wie Slack bringt der Konzern "Teams" in Stellung. Die Software soll die Zusammenarbeit in Gruppen managen und effizienter gestalten. Der Fokus liegt auf Organisation, Kommunikation und Kollaboration zwischen Teammitgliedern und verschiedenen Teams an unterschiedlichen Projekten.

Mit Outlook und Skype hat Microsoft bereits zwei Kommunikationslösungen in sein Office 365-Angebot integriert. Diese integriert und ergänzt Teams um Anbindungen verschiedener Office Apps, Chat, Business Intelligence und andere Funktionen. Der "chatbasierte Arbeitsplatz" soll dadurch zu einem Schlüsselbestandteil von Office 365 werden.

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Chats, Channels, Gruppen

Die Plattform soll die digitale Version eines "offenen Büros" sein, das sowohl Mitarbeiter im stationären Office, als auch jene, die von zu Hause oder auf Reisen arbeiten, in die Kommunikation und Zusammenarbeit einbinden soll. Dazu gibt es die Organisation in Einzel- und Teamchats, Channels sowie Gruppen. Clouddienste, soziale Netzwerke und andere Services lassen sich einbinden, dazu gibt es Unterstützung für Bots.

Daten werden verschlüsselt, es werden zudem Möglichkeiten für Mehrfaktor-Authentifizierung geboten.

foto: microsoft

Anpinnbare Dienste, Services-Integration

Projekte lassen sich auf verschiedene Teams aufteilen, wobei Mitarbeiter auch in mehreren davon Mitglied sein können. In den Teamchats werden Nachrichten, Dateien, Notizen und andere Informationen ausgetauscht. Einzelne Nutzer lassen sich in Nachrichten markieren, dazu gibt es auch Markierungen für besonders wichtige Botschaften und die Möglichkeit, je nach Channel verschiedenen Nachrichten und Dienste für Schnellzugang anzupinnen.

Ausgetauschte Dateien sind in einer Übersicht abrufbar. Viele Dokumentenformate lassen sich direkt im Browser öffnen. Ein "Activity"-Stream soll dabei helfen, die Übersicht über die verschiedenen Teamchats zu behalten.

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Bot-Vielfalt

Durch Bots wiederum lassen sich beispielsweise Abstimmungen zu Vorschlägen starten. Ebenso lassen sich digitale Assistenten umsetzen, die etwa schnell verraten können, wer bestimmte Verantwortlichkeiten in einem Unternehmen oder Projekt innehat.

Ebenso können innerhalb der Chats auch Sprach- und Videokonferenzen gestartet werden. Diese ermöglichen die schnelle Absprache, ähnlich eines Meetings in einem Büro.

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Preview-Version verfügbar

Teams ist in einer Preview-Version ab heute in 181 Ländern und 18 Sprachen für Kunden mit Office 365 Business oder Enterprise verfügbar. Über 150 Partner unterstützen die Plattform mit ihren Diensten. Zum Start stehen auch 85 unterschiedlichen Bots zur Verfügung.

Die Kollaborationsplattform wurde auch als App unter Windows 10 Mobile, Android und iOS umgesetzt, ein Großteil der Funktionalität wurde in diese übernommen. Im ersten Quartal 2017 soll Microsoft Teams schließlich allgemein verfügbar werden. (gpi, 02.11.2016)

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