Der Tod kostet mehr als nur das Leben

3. November 2016, 08:00
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Bestattungskosten werden oft unterschätzt. Grabpflege- und Bestattungskostenversicherung schützen vor Überraschungen

Wien – In den vergangenen Tagen haben viele Menschen ihrer lieben Verstorbenen gedacht. Das ist eine Zeit, in der man wohl auch beginnt, darüber nachzudenken, dass man selbst nicht ewig leben wird. Und wer sich schon einmal mit einem Begräbnis beschäftigen musste, der weiß: Der Tod kostet mehr als "nur" das Leben. Einige tausend Euro müssen für eine Bestattung veranschlagt werden.

Einen Schutz vor den oft unterschätzten Begräbniskosten bieten Versicherungen an. Die Schwerpunkte im Angebot etwa des Wiener Vereins – er gehört seit 1991 zur Wiener Städtischen – sind die Bestattungskostenversicherung und die Grabpflegeversicherung. Erstere sorgt für alle Angelegenheiten rund um die Bestattung vor – neben der Übernahme der Kosten wird auf Wunsch auch die Organisation der Beerdigung übernommen. Die Bestattungskostenversicherung kann um eine Doppelauszahlung der Versicherungssumme bei einem Unfalltod erweitert werden. Dazu kommt, dass sich durch eine KESt-freie Gewinnbeteiligung die ursprünglich gewählte Versicherungssumme laufend erhöht.

Gepfegte Ruhestätte

Die Grabpflegeversicherung stellt sicher, dass die letzte Ruhestätte immer gepflegt ist – und Angehörigen nicht zur Last wird. Die Wiener-Verein-Bestattungsvorsorge kann mit laufender Prämienzahlung auf eine bestimmte Zeit oder als Einmalzahlung erfolgen. Der Abschluss ist bis ins hohe Alter möglich. "Um die Hinterbliebenen im Todesfall nicht noch zusätzlich zu belasten, sollte man rechtzeitig vorsorgen", rät Hermann Fried, Vorstand der Wiener Städtischen Versicherung.

Die Allianz hat ebenfalls eine Begräbniskostenversicherung im Angebot. Aber Achtung: Diese Versicherung bietet erst nach drei Jahren einen wirksamen Schutz. Kommt es durch einen Unfall zum Ableben der versicherten Person, ist der Schutz aber sofort gegeben. Die Versicherungssumme liegt bei 20.000 Euro. Beim Ableben im Ausland übernimmt die Allianz die Überführung der sterblichen Überreste.

Sparbuch als Alternative

Will man sich bei diesem Thema nicht mit Versicherungen auseinandersetzen – vor allem, wenn man schon im fortgeschrittenen Alter ist – kann auch ein Sparbuch mit Losungswort angelegt und einer Vertrauensperson übergeben werden, die im Todesfall sofort auf das Geld zugreifen und anfallende Kosten begleichen kann. Banken haben hierzu spezielle Angebote. Wird in diesem Bereich nicht vorgesorgt, droht folgendes Problem: Das Geld des Verstorbenen geht in die Verlassenschaft. Hinterbliebene können darauf nicht zugreifen, bis diese nicht geklärt ist. Bestattungsausgaben müssen dann von den Hinterbliebenen vorgestreckt werden.

Aber nicht nur die Begräbniskosten sollte man berücksichtigen – auch der Schutz für die Hinterbliebenen ist oft Thema, vor allem, wenn ein Kredit aufgenommen wurde und/oder nur einer der Partner Geld verdient. In einem solchen Fall sollte über eine Risikoablebensversicherung nachgedacht werden, heißt es seitens der Uniqa. Verstirbt die versicherte Person während der Laufzeit der Versicherung, wird die vereinbarte Versicherungssumme an den Begünstigten ausgezahlt. Wer begünstigt werden soll, wird vom Versicherungsnehmer festgelegt. Ändern sich die Lebensumstände durch Trennung oder Scheidung, sollte daran gedacht werden, gegebenenfalls auch die begünstigte Person zu ändern. (Bettina Pfluger, 3.11.2016)

  • Die Kosten für eine Bestattung sind hoch. Wer seine  Hinterbliebenen damit nicht belasten will, kann vorsorgen.
    foto: hans punz/ap

    Die Kosten für eine Bestattung sind hoch. Wer seine Hinterbliebenen damit nicht belasten will, kann vorsorgen.

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