Manga-geschmückte Rakete bringt Satelliten ins All

2. November 2016, 13:21
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Ungewöhnliche Verzierung soll dabei helfen, Kinder für das japanische Weltraumprogramm zu begeistern

Tokio – Vom japanischen Weltraumbahnhof Tanegashima auf der gleichnamigen Insel südlich von Kyushu ist eine H2-A-Rakete mit einem Wettersatelliten ins All gestartet. Der dreieinhalb Tonnen schwere Satellit Himawari-9 soll aus seinem geostationären Orbit bessere Wetterprognosen im asiatisch-pazifischen Raum ermöglichen.

Ungewöhnlicher als die Fracht war in diesem Fall die Optik: Die 53 Meter hohe Rakete war mit großformatigen Bildern des Manga-Künstlers Chuya Koyama ("Space Brothers") bemalt. "Wir glauben, das ist das erste Mal, dass eine Rakete mit Mangas gezündet wurde", sagte Hirokazu Kosada vom Club junger Astronauten, der das Kunstprojekt organisiert hatte.

foto: apa/afp/jiji press
Leider ist auch bei maximaler Vergrößerung nicht viel von der Pracht zu erkennen. Eine Nahaufnahme findet man hier.

Auf der Rakete war unter anderem ein drei Meter großes Manga mit zwölf springenden Kinder zu sehen. Für seine Zeichnungen griff Koyama auf 30.000 digitale Fotografien und Zeichnungen zurück, die Kinder aus ganz Japan eingeschickt hatten. Mit der Aktion wollte das Raumfahrtzentrum bei Kindern Interesse für den Weltraum und die Wetterbeobachtung wecken. Japan investiert massiv in sein Weltraumprogramm, das sowohl wissenschaftlich als auch kommerziell ausgerichtet ist. (APA, red, 2. 11. 2016)

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    foto: apa/afp/jiji press
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