Brexit erschwert Briten eventuell Zugang zu neuen Medikamenten

2. November 2016, 12:46
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Die britische Pharmaindustrie fordert Untersützung, um Nachteile durch den geplanten Ausstieg aus der EU auszugleichen

London – Das Brexit-Votum könnte den Briten einem Experten-Gremium zufolge den Zugriff auf neu entwickelte Medikamente erschweren. "Das Ergebnis eines harten Brexit wäre nicht nur eine kranke Wirtschaft, sondern auch kranke Patienten, die keinen Zugang zu Heilmitteln haben", heißt es in einer vom ehemaligen konservativen Gesundheitsminister Stephen Dorrell unterstützten Studie, die am Mittwoch vorgelegt wurde.

Die Zulassung neuer Arzneimittel in Europa erfolgt über die Europäische Arzneimittelagentur. Falls Großbritannien im Zuge des Austritts aus der Europäischen Union nun aus diesem System herausfalle, hätten britische Patienten künftig das Nachsehen, warnen die Experten.

Eine Lizenz für den europäischen Markt mit mindestens 500 Millionen Menschen wäre für Pharmafirmen wohl deutlich wichtiger als der britische Markt mit 65 Millionen Einwohnern. Der wichtige Biotechnologie-Sektor auf der Insel drohe dann in die zweite Liga abzurutschen. Die britische Pharmaindustrie mit Branchengrößen wie AstraZeneca und GlaxoSmithKline hat bereits Untersützung gefordert, um Nachteile durch den geplanten Ausstieg aus der EU auszugleichen. (Reuters, 2.11.2016)

  • Nach dem erfolgten Brexit würde Großbritannien aus dem EU-weiten Medikamenten-Zulassungsverfahren herausfallen.
    foto: apa/reuters/philippe wojazer

    Nach dem erfolgten Brexit würde Großbritannien aus dem EU-weiten Medikamenten-Zulassungsverfahren herausfallen.

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