AUA machte bis September mehr als 80 Millionen Euro Gewinn

2. November 2016, 10:59
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Spritpreis und Einmaleffekt durch günstigere Flughafen-Mietverträge halfen – Ergebnisprognose für 2016 soll halten

Wien/Schwechat/Frankfurt – Mehr Passagiere, besonders aber auch ein später Effekt aus den Sparpaketen der vergangenen Jahre, haben bei der AUA (Austrian Airlines) im dritten Quartal und damit im ganzen Neunmonatszeitraum das Betriebsergebnis nach oben getrieben. Beim Sparen hilft aktuell ein neuer günstigerer Mietvertrag am Flughafen Wien. Auch die Spritpreise gaben Unterstützung.

Auch im gesamten Jahr 2016 soll der Betriebsgewinn leicht höher sein als 2015 – damals lag der bereinigte Betriebsgewinn bei 52 Mio. Euro. Das hat die AUA am Mittwoch bekräftigt.

Deutlich besser als im Vorjahr

Von Jänner bis September 2016 hat die österreichische Lufthansa-Tochter ein Betriebsergebnis (Ebit, Gewinn vor Steuern und Zinsen) von 84 Mio. Euro eingeflogen. Es lag damit um 38 Prozent über dem Vergleichswert vom Vorjahr (61 Mio. Euro). Der Umsatz ist in dieser Zeit um 3 Prozent angestiegen, auf 1,637 Mrd. Euro.

Das so genannte adjusted Ebit lag Ende September nach Abzug der Erlöse aus den Fokker-Flugzeugverkäufen bei 79 Mio. Euro (2015: 61 Mio. Euro). 80 Millionen adjusted Ebit wurden allein im dritten Quartal verbucht.

Weitere "Hausaufgaben"

Dass die AUA vergleichbar gute Zahlen ausgewiesen habe, sei schon eine Weile her, meinte AUA-Finanzchef Heinz Lachinger. "Das darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass auf der Kosten- und Erlösseite noch einige Hausaufgaben vor uns liegen", erklärte er in einer Aussendung. Man arbeite weiter an der Kosten- und Erlösstruktur.

Die Flotte wird gerade größer: Die Airline wird ihren Flugzeugpark noch heuer um zwei Airbus A320 vergrößern, 2018 kommt dann eine sechste Boing 777. Dazu kommt eine geplante Übernahme von bis zu fünf Wet-lease Flugzeugen der Air Berlin.

Das laufende Winterquartal ist traditionell schwierig für die Airlines. Dafür hat bei der AUA im wesentlichen das dritte Quartal die Neunmonatswerte dominiert. (APA, 2.11.2016)

  • Die AUA schreibt schwarze Zahlen.
    foto: apa / jaeger

    Die AUA schreibt schwarze Zahlen.

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