Start-up-Show "Höhle der Löwen": 70 Prozent der Deals platzen

2. November 2016, 10:17
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"Bild"-Bericht spiegelt frühere Kritik wider – Absagen aus verschiedenen Gründen

Seit 2014 können Start-up in der Fernsehsendung "Die Höhle der Löwen" ihre Unternehmensideen prominenten Investoren präsentieren. Kommen die Konzepte gut an, werden die Gründer mit Risikokapital und Beratung unterstützt. Offenbar platzen aber viele der Deals nach der Vox-Sendung wieder.

Absagen von Investoren und Gründern

Wie "Bild" aktuell berichtet, kamen die Vereinbarungen aus der ersten und zweiten Staffel in 70 Prozent der Fälle nicht zustande. Zusagen wurden nicht nur zurückgezogen, sondern teilweise offenbar sogar vergessen. So schildert unter anderem die Gründerin des Kosmetikprodukts Beli Luu, dass sich Jurorin Judith Williams mit 25.000 Euro beteiligen wollte, nach der Sendung aber nicht mehr gemeldet habe.

Die Kritik ist nicht neu. Im Juli berichtete "Gründerszene.de" von derartigen Problemen, die aber offenbar nicht nur auf Seiten der Investoren zu suchen sind. Damals wurden als Begründungen für das Platz der Deals unter anderem fehlende Patente, unsichere Inhaltsstoffe oder persönliche Auseinandersetzungen genannt. Auch hätten einige Gründer falsche Angaben gemacht oder schlicht bessere Angebote von anderen Investoren erhalten. Damals sagte ein Sprecher des Senders gegenüber der Seite, dass die vertraglichen Details erst nach den Sendungen besprochen werden könnten und es ganz dann normal sei, dass es dann auch zu Absagen kommen könne.

Vierte Staffel geplant

Am Dienstag wurde die letzte Folge der dritten Staffel ausgestrahlt. Vor kurzem wurde bekannt gegeben, dass Sender Vox eine vierte Staffel in Auftrag gegeben hat. (red, 2.11.2016)

  • Bei der "Die Höhle der Löwen" platzen laut Berichten vielen Deals nach den Sendungen.
    foto: vox

    Bei der "Die Höhle der Löwen" platzen laut Berichten vielen Deals nach den Sendungen.

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