"Love Me Gender": Liebesfeiern und Todestriebe

2. November 2016, 09:19
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Klang, Gesang, Theater, Performance und Kunst bei "Performing Feminisms"-Festival im Wiener Kosmostheater

Ein international besetztes Festival für alle Geschlechter präsentiert das Kosmostheater ab Donnerstag unter dem Titel Love Me Gender – Performing Feminisms: Klang, Gesang, Theater, Performance und Kunst kommen zusammen.

Musikalisch wird es zu Beginn, wenn die Gruppe Les Reines Prochaines aus der Schweiz als "Fremde Torten im falschen Paradies" professionell dilettantisch mit Sang und Klang gleichermaßen die Utopie, die Liebe und das Tier feiern. In der Folge zeigt das österreichische Theater KreisQuadratur mit der Uraufführung von Maha Karuna oder ,We are NOT part of my Liebesleben' einen Trip durch die Dimensionen des Todestriebs.

Als Frau in der Rolle des Josef K. tritt die Schauspielerin Katrin Ackerl Konstantin bei Kafkas Prozess von Ute Liepold vors Theater-Gericht. Für den künstlerischen Gegenpol dazu sorgt The Bride Project von Lonesome George (Sina Heiss, Gabrielle Sinclair). Dieses Stück ist – als Chor auf Grundlage von Aischylos' Tragödie Die Schutzflehenden – eine Thematisierung des Frauseins.

Zu Zeugen eines Collateral Damage wird das Publikum einer Live Art Performance des österreichisch-norwegischen Duos Rohn/Wærsted. Hier geht es um den weiblichen Körper als Territorium und Schlachtfeld.

Im Weiteren geben noch Mia von Matt und Reto Pulfer (Projekt Eisklares Echo) eine Musikperformance, zeigt Katarina Peters ihre Doku Diane Torr in: Man For A Day, singt Bernadette La Hengst (Save The World With This Melody) und zeigt Barbara Ambusch-Rapp die Installation queergeschaut. (ploe, 2.11.2016)

Wien, Kosmostheater, 3.-26.11.

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