Quintett spitzt aufs Achtelfinale

1. November 2016, 21:21
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Titelverteidiger Real Madrid, Juventus, Leicester, Dortmund und Sevilla können alles klar machen – Cristiano Ronaldo hat 100. CL-Treffer im Visier

Leicester – Fünf Mannschaften könnten bereits am Mittwoch das Ticket für die K.o.-Phase der Champions League lösen. Nicht nur Borussia Real Madrid, Juventus Turin, Dortmund sowie der FC Sevilla gehören dazu, auch Leicester City und Christian Fuchs dürfen mit dem bisher größten Erfolg der Klubgeschichte liebäugeln.

Drei Siege in den ersten drei Spielen, das ist bisher nur fünf CL-Debütanten gelungen. Gemeinsam mit Atletico Madrid, Juventus und Sevilla ist Leicester eines von vier nur Teams, das noch kein Gegentor in der laufenden Gruppenphase erhalten hat. Vor dem Auswärtsspiel beim FC Kopenhagen ist nicht zuletzt Kasper Schmeichel aufgeregt. "Das Stadion ist nur zwei Minuten von meinem Haus entfernt", sagte der dänische Goalie der Foxes, der mit einer Last-Minute-Parade im ersten Duell mit dem FCK den 1:0-Sieg festgehalten hatte.

Geisterspiel in Warschau

Titelverteidiger Real gastiert in Gruppe F beim punktelosen Schlusslicht Legia Warschau, mit einem Sieg wäre die Truppe von Zinedine Zidane – wenn auch Borussia Dortmund siegt – fix weiter. Einmal mehr sind alle Augen auf Cristiano Ronaldo gerichtet, der derzeit bei 98 Treffern im Europacup hält. Beim 5:1-Kantersieg gegen Legia vor zwei Wochen ging er noch leer aus, am Mittwoch könnte der Europameister den 100er knacken.

Real Madrid zeigte Geisterspiel in Warschau ein Herz für die eigenen Fans. Von den 275 laut Reglement der UEFA zur Verfügung gestellten Karten gehen nun 200 an Fans der Madrilenen; 75 sind für die Mannschaft, Trainerstab und Delegation vorgesehen.

Normalerweise wären die 200 Tickets an die VIPs des spanischen Rekordmeisters gegangen. Viele Real-Anhänger, die Flug und Unterkunft sowie Eintrittskarten für das Spiel in Warschau schon gebucht hatten, waren an den Klub herangetreten, um doch Zugang zur Arena zu erhalten. Legia muss sich mit 75 Karten für Mannschaft, Coaches und Delegation zufriedengeben. Die Polen mussten sich bei der 0:6-Pleite zu Hause am 14. September gegen Borussia Dortmund für insgesamt sechs Missachtungen der offiziellen Regularien verantworten. Dazu zählten unter anderem Tumulte auf den Rängen, rassistische Äußerungen der Fans und eine insgesamt unzureichende Organisation.

Dortmund wieder fitter

Dortmund empfängt Sporting Lissabon und erhofft sich dabei ein Ende der herbstlichen Tristesse. In der Meisterschaft ist der Abstand zu Bayern binnen weniger Wochen auf acht Zähler angewachsen.

"Wir wollen unsere gute Ausgangsposition unbedingt mit einem Sieg untermauern, weil wir danach eine Fokussierung auf die Liga brauchen. Das ist unser Hauptwettbewerb", meinte Sportdirektor Michael Zorc. Zur Freude von Trainer Thomas Tuchel schwinden langsam aber sicher die Personalprobleme der vergangenen Wochen. So stehen mit Andre Schürrle, Raphael Guerreiro und Gonzalo Castro drei Leistungsträger vor der Rückkehr in die Startelf.

Unter weit größerem Druck steht aber Dortmunds Bundesliga-Rivale Leverkusen. In der Liga machte sich Bayer zuletzt zwar mit einem 2:1 gegen Wolfsburg Mut, doch in der Königsklasse ist die Werkself in dieser Saison noch ohne Sieg. Hinter AS Monaco (5) und dem Gegner am Mittwoch, Tottenham Hotspur (4), ist Bayer nach drei Remis nur Dritter in Gruppe E. "Unser Anspruch bleibt, einen der beiden ersten Plätze zu erreichen", sagte Coach Roger Schmidt vor der Partie im Wembley-Stadion. Julian Baumgartlinger darf sich zumindest Hoffnungen auf einen Einsatz als Wechselspieler machen, Aleksandar Dragovic und Ramazan Özcan bleibt wohl nur die Bank, Tottenham-Verteidiger Kevin Wimmer droht einmal mehr die Tribüne.

Gruppe H wohl geordnet

In Gruppe H könnte das Spitzenduo Seite an Seite ins Achtelfinale marschieren. Juventus Turin führt mit sieben Zählern vor dem punktegleichen FC Sevilla, ein Heimsieg über Lyon (3) würde das Fixticket für Italiens Champion bedeuten. Auch der dreifache Europa-League-Seriensieger aus Spanien könnte mit einem Heimerfolg gegen das punktelose Dynamo Zagreb alles klar machen, Bedingung dafür ist aber auch ein Sieg von Juventus. (APA, red 1.11. 2016)

  • Wirkte schon beim Training im Stadion Wojska Polskiego von Warschau besonders giftig: Cristiano Ronaldo.
    foto: reuters/pempel

    Wirkte schon beim Training im Stadion Wojska Polskiego von Warschau besonders giftig: Cristiano Ronaldo.

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