VW: Staatsanwalt ermittelt gegen unbekannte Täter

1. November 2016, 17:19
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WKStA ermittelt seit Jahresanfang

Wien – In Österreich ermittelt in der Abgascausa Volkswagen (VW) seit Anfang des Jahres die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA). Die Sache war zunächst in Graz anhängig, wo VW- beziehungsweise Audi-Käufer Ende 2015 Anzeige gegen (Ex-)VW-Manager und das Unternehmen selbst wegen Betrugsverdachts erstattet hatten. Die Behörde trat das Verfahren angesichts des möglichen Schadens von mehr als fünf Millionen Euro an die WKStA ab. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat dann im August eine Sachverhaltsdarstellung eingebracht; an die 4000 Privatbeteiligten haben sich dem Verfahren laut VKI angeschlossen. Auch diese Anzeige wegen Verdachts auf gewerbsmäßigen, schweren Betrug richtet sich gegen VW-Manager und, im Rahmen des Verbandsverantwortlichkeitgesetzes, gegen VW. (In Deutschland gibt es keine derartige Strafverfolgung gegen Verbände.)

Die WKStA führt das Verfahren allerdings gegen unbekannte Täter. Die Anwältin des VKI, Alexia Stuefer, hat in ihrer Anzeige einen Gutachter beantragt, der sich mit den "Werten der Stickstoffoxide von betroffenen Autos" beschäftigen soll. Darüber hat die Behörde noch nicht entschieden. (gra, 1.11.2016)

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