Samsung-Debakel und Hyundai-Streik drückten Südkoreas Exporte

1. November 2016, 11:55
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Ausfuhren gingen im Oktober um 3,2 Prozent zum Vormonat zurück

Das Debakel bei Samsung um brennende Smartphones drückt Südkoreas Exporte. Die Ausfuhren fielen im Oktober um 3,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie die Regierung am Dienstag in Seoul bekanntgab. Im September hatte es sogar ein Minus von 5,9 Prozent gegeben.

Wegen der Samsung-Krise brachen die Ausfuhren von Handys im vergangenen Monat um 28,1 Prozent ein und damit so kräftig wie seit mehr als vier Jahren nicht mehr. Der Elektronikriese stellte die Fertigung seines Smartphone-Flaggschiffs Galaxy Note 7 ein, nachdem sich mehrere Geräte entzündet hatten oder explodiert waren.

Streiks setzen Hyundai zu

Belastet wurden die Exporte außerdem vom Streik beim größten Autohersteller des Landes, Hyundai. Dadurch schrumpften die Autolieferungen ins Ausland um mehr als elf Prozent. Teilweise wettgemacht wurde dies durch die steigende Nachfrage nach Halbleitern und anderen elektronischen Produkten. "Dank guter Ergebnisse wichtiger Exportprodukte wie Bildschirme, petrochemische Erzeugnisse und Computer dürften sich die Ausfuhrgeschäfte bis Jahresende verbessern", sagte Handelsminister Chae Hee-bong.

Dazu will auch Apple-Rivale Samsung beitragen. "Wir haben schon viele Krisen überwunden", schrieb Konzernchef Kwon Oh-hyun an seine Mitarbeiter. "Lasst uns die Krise als Chance nutzen." Weil das Unternehmen das Galaxy Note 7 vom Markt nahm, fiel der operative Gewinn im dritten Quartal um 30 Prozent auf umgerechnet rund 3,8 Mrd. Euro. In der Handy-Sparte schrumpfte das Ergebnis um 96 Prozent auf 75 Mio. Euro. (APA, 01.11.2016)

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