Liste der von der NSA gehackten Server geleakt

1. November 2016, 09:16
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Neue Veröffentlichtung der Hackergruppe "Shadow Brokers" – Mindestens ein österreichischer Rechner betroffen

Im August sorgte die Hackergruppe "Shadow Brokers" für weltweite Schlagzeilen, nachdem sie Angriffsprogramme der US-amerikanischen NSA im Netz veröffentlicht hatten. Mit der Software ist es leicht möglich, Firewalls des US-Herstellers Cisco einfach zu umgehen und so Zugriff auf Computernetze zu erlangen. Nun sorgt ein neuer Leak wieder für Aufregung.

"Trick or treat for Amerikanskis"

Mittels Beitrags bei "Medium" ("The Shadow Brokers is having special trick or treat for Amerikanskis tonight") veröffentlichte die Hackergruppe eine Liste von mutmaßlich von der NSA gehackten Servern. Die meisten der mehr als 300 betroffenen Rechner stehen in China, gefolgt von Japan, Südkorea, Spanien, Deutschland, Indien, Taiwan, Mexiko, Italien und Russland. Mindestens ein Server hat einen Österreichbezug. Unter den gehackten Servern finden sich Firmen ebenso wie Bildungseinrichtungen. Auffällig dabei ist, dass auch Computer von NSA-Partnern wie Deutschland angegriffen wurden.

Tweet von Edward Snowden zu dem Leak.

IT-Sicherheitsexperten sind sich sicher, dass sie von jener Quelle stammt, die im August die NSA-Software ins Netz gestellt hat. Ergänzend haben sie sich auf die Daten gestürzt und herausgefunden, dass diese aus den Jahren 2000 bis 2010 stammen und die meisten der gehackten Rechner das Unix-Derivat Solaris als Betriebssystem nutzen. Es ist davon auszugehen, dass der Geheimdienst über volle Kontrolle über die Rechner verfügte.

NSA-Mitarbeiter verhaftet

Nach dem Leak der NSA-Software vom August wurde ein Mitarbeiter des US-Geheimdienstes verhaftet. Er hatte zu Hause rund 50 Terabyte an Daten gehortet, die aus dem Fundus der NSA stammen. Allerdings ist derzeit noch unklar, ob der Mitarbeiter die Daten an Dritte weitergab. Fest steht, dass jemand Zugriff auf geheime NSA-Daten und Programme hat. (sum, 1.11.2016)

  • Auszug der mutmaßlich von der NSA gehackten Server. In ihrem Beitrag bei "Medium" üben die Hacker Kritik an den USA und großen Medienhäusern.
    foto: sum

    Auszug der mutmaßlich von der NSA gehackten Server. In ihrem Beitrag bei "Medium" üben die Hacker Kritik an den USA und großen Medienhäusern.

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