Offiziell: Löw verlängert als DFB-Trainer bis 2020

31. Oktober 2016, 13:55
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"Wenn Kopf und Herz gemeinsam Ja sagen, dann gibt es nicht viel zu überlegen"

Frankfurt am Main – Deutschlands Bundestrainer Joachim Löw hat am Montag die Verlängerung seines Vertrags bis 2020 verkündet. Der Weltmeistercoach plant mit der Nationalmannschaft noch einmal einen Angriff auf den bisher dreimal knapp verfehlten EM-Titel. "Wenn Kopf und Herz gemeinsam Ja sagen, dann gibt es nicht viel zu überlegen", sagte Löw bei einer Pressekonferenz in Frankfurt am Main.

Über Wien zum DFB

Kurz zuvor hatte der 56-jährige Löw seinen Vertrag vorzeitig verlängert. Bisher galt die Arbeitsvereinbarung bis zum WM-Turnier in 20 Monaten in Russland, bei dem Deutschland die historische Titelverteidigung schaffen will. Löw arbeitet seit 2004 für den Deutschen Fußball-Bund (DFB), als ihn der damalige neue Bundestrainer Jürgen Klinsmann durchaus überraschend als Assistenten holte. Wenige Monate zuvor war er bei der Wiener Austria beurlaubt worden. Davor hatte er in der Bundesliga bereits den FC Tirol zum Meistertitel (2002) geführt.

Als Klinsmann 2006 aufhörte, übernahm Löw den Posten. Seither gelang ihm der Rekord, ein Nationalteam bei fünf aufeinanderfolgenden Turnieren mindestens bis ins Halbfinale zu führen. Bleibt er nach der WM 2018 tatsächlich im Amt, würde er definitiv den Uralt-Spielerekord von Sepp Herberger (167 Partien) brechen. Mit den meisten Siegen (94) als DFB-Chefcoach hat Löw den Weltmeister-Trainer von 1954 schon eingeholt. Auch sieben Turniere als Bundestrainer wären eine Bestmarke.

Eine Überraschung ist die Vertragsverlängerung von Löw gerade zu diesem Zeitpunkt nicht mehr. DFB-Chef Grindel hat seine Bewunderung für den Bundestrainer seit seinem Amtsantritt am 15. April immer wieder betont. Schon vor der EM in Frankreich in diesem Sommer wollte er Löw langfristig binden. "Joachim Löw ist der beste Trainer, den wir uns im DFB-Präsidium für die Nationalmannschaft vorstellen können", sagte der Verbandschef nun. (APA/dpa, 31.10.2016)

  • Gekommen, um zu bleiben:
    foto: apa/afp/daniel roland

    Gekommen, um zu bleiben:

  • Joachim Löw.
    foto: apa/afp/daniel roland

    Joachim Löw.

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