Pittermann will Vermögen von Pflegebedürftigen schonen

31. Oktober 2016, 09:04
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Wer im Pflegeheim untergebracht ist, muss mit seinem Vermögen die Kosten dafür decken – wie viel davon verschont wird, hängt vom Wohnsitz ab

Wien – Der Pensionistenverband Österreichs (PVÖ) fordert, dass das Schonvermögen – also jener Vermögenswert eines Pflegebedürftigen, der von der Verwertung durch das Pflegeheim ausgenommen ist – in Österreich bundesweit auf den einheitlichen Betrag von 15.000 Euro angehoben wird.

Elisabeth Pittermann, Gesundheitssprecherin des Pensionistenverbandes kritisiert: "Derzeit ist die Höhe des Schonvermögens Ländersache. Dadurch ist eine unglaubliche Ungleichbehandlung in unserem Land entstanden. Denn während Pflegeheimbewohner in Niederösterreich einen finanziellen Polster von 12.209,85 Euro behalten dürfen, sind es zum Beispiel in Wien nur 4000 Euro. Das ist unfair, widerspricht klar dem Gleichheitsgrundsatz und ist nicht logisch argumentierbar."

Vorschlag: 15.000 Euro sollen bleiben

Hier brauche es eine bundesweit einheitliche Lösung. Der Pensionistenverband fordert daher ein bundesweit gleiches Schonvermögen in der Höhe von 15.000 Euro.

Weiters steht für den Pensionistenverband fest, dass es keinen Rückgriff auf Eigentumswohnungen oder beruflich notwendiges Eigentum (z.B. Wirtschaftsgebäude) geben darf. Pittermann: "Pflegebedürftigkeit darf in Zukunf nicht mehr als Teil der Sozialhilfe gesehen werden. Sie ist ebenso ein Risiko wie Krankheit und muss auch so behandelt werden." (red, 31. 10. 2016)

  • Beklagt verfassungswidrige Ungleichheit: Pittermann
    foto: matthias cremer

    Beklagt verfassungswidrige Ungleichheit: Pittermann

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