VW will langfristig mehr als 10.000 Jobs abbauen

30. Oktober 2016, 15:25
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Personalvorstand spricht von "fünfstelliger Zahl" und deutet Einstieg in Batterieproduktion an

München – Volkswagen plant im Zuge der Umstellung auf Elektroautos langfristig den Abbau von mehr als 10.000 Stellen. "Es geht nicht darum, ein paar hundert Arbeitsplätze abzubauen", sagte Personalvorstand Karlheinz Blessing der "Frankfurter Allgemeine Zeitung" vom Samstag. "Über die Jahre betrachtet wird es weltweit um eine fünfstellige Zahl gehen." Er bekräftigte, es werde keine betriebsbedingten Kündigungen geben. Der Wolfsburger Zwölf-Marken-Konzern beschäftigt weltweit rund 600.000 Mitarbeiter.

Elektrofahrzeuge bestünden aus weniger Komponenten als Wagen mit Verbrennungsmotor, erläuterte Blessing. "Also brauchen wir für die Fertigung langfristig weniger Mitarbeiter." Das wäre auch ohne den Abgasskandal auf VW zugekommen. "Nun ist der Handlungsdruck allerdings größer."

Zugleich deutete der Manager einen Einstieg in die Batterieproduktion für Elektroautos an. "Wenn künftig an die 30 Prozent der Wertschöpfung mit dem Batteriesystem erfolgt, ist die Überlegung berechtigt, ob wir einsteigen und wie weit. Das können wir nicht anderen überlassen", sagte Blessing. "Wie weit wir uns engagieren, darüber sprechen wir auch im Zukunftspakt." Beschlossen sei aber noch nichts. Betriebsratschef Bernd Osterloh hatte kürzlich gewarnt, die Verhandlungen zwischen Management und den Arbeitnehmern könnten scheitern, wenn es keine Zusagen des Konzerns zum Einstieg in die Akkuproduktion gebe. (Reuters, 30.10.2016)

  • Weil Elektroautos aus weniger Komponenten bestehen, rechnet VW langfristig mit einem Abbau an Mitarbeitern.
    foto: apa / schwarz

    Weil Elektroautos aus weniger Komponenten bestehen, rechnet VW langfristig mit einem Abbau an Mitarbeitern.

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