Lange Haftstrafen für Muslimbrüder in Ägypten

29. Oktober 2016, 18:00
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15 Jahre bis lebenslang

Kairo – Ein ägyptisches Gericht hat am Samstag zwei Anhänger der Muslimbruderschaft wegen gewaltsamer Zusammenstöße im Jahr 2013 zu lebenslanger Haft verurteilt. 16 weitere Mitglieder der Islamisten-Vereinigung müssen für 15 Jahre ins Gefängnis.

In dem Verfahren standen insgesamt 104 Menschen vor Gericht. Ihnen wurde unter anderem Mord, Körperverletzung, Mitgliedschaft in einer bewaffneten Gruppierung, Widerstand gegen die Staatsgewalt und Sachbeschädigung vorgeworfen, wie es in Gerichtskreisen hieß. 86 der Beschuldigten wurden freigesprochen.

Bei den Zusammenstößen in einem ärmlichen Viertel Kairos kamen seinerzeit sieben Menschen ums Leben. Der Vorfall war Teil einer Gewaltwelle, die nach dem Sturz des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi das Land in Aufruhr versetzte. Seither wurden Tausende Anhänger der Muslimbruderschaft vor Gericht gestellt, Hunderte wurden zum Tod oder zu lebenslanger Haft verurteilt. (APA/Reuters, 29.10.2016)

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