EU befürchtet Probleme für Beamten in überfüllten griechischen Hotspots

29. Oktober 2016, 17:10
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Laut "Spiegel" wollen einige Staaten keine Experten mehr in Registrierzentren entsenden

Athen – Die EU-Staaten schätzen die Sicherheitslage auf den griechischen Inseln nach einem Medienbericht offensichtlich als so instabil ein, dass sie keine Asylexperten dorthin entsenden wollen. Es könne dort zu Problemen für das Personal der EU-Agenturen und der Hilfsorganisationen kommen, heißt es in einem internen Papier in Brüssel, über das "Der Spiegel" am Samstag berichtete.

Die Registrierzentren und Flüchtlingslager ("Hotspots") auf den griechischen Inseln sind überfüllt – mit fast 16.000 Flüchtlingen und Migranten werden dort derzeit gut doppelt so viele Menschen festgehalten, wie Platz ist. Erst am Montag war es im Hotspot der Insel Lesbos zu Aufständen gekommen. Ein Teil der Lagerbewohner protestierte gegen die lange Bearbeitungsdauer der Asylanträge und setzte mehrere Büro-Container der europäischen Asylbehörde EASO in Brand. Auf der Insel Chios gab es ähnliche Proteste.

Die EASO habe ihre Sicherheitsmaßnahmen vor Ort in der Folge erhöht, hieß es am Samstag auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur seitens der EU-Kommission. So gebe es nun für die Mitarbeiter Notausgänge, außerdem sei Sicherheitspersonal eingestellt worden.

Die Zahl der Flüchtlinge auf den griechischen Inseln nimmt langsam aber stetig zu. Tag für Tag setzen Dutzende Menschen illegal von der Türkei über. Zwar sollen sie im Rahmen des Flüchtlingspakts zwischen der EU und der Türkei zurück in die Türkei geschickt werden, können jedoch zuvor Asyl beantragen. Die Bearbeitung dieser Anträge kommt nur schleppend voran – mangels Fachpersonal, wie es die EU zugesagt hat und Griechenland immer wieder anmahnt. (APA, dpa, 29.10.2016)

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    foto: apa/afp/louisa gouliamaki
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