DIY-Kit für selbstfahrendes Auto: Beleidigter Hacker stellt Projekt ein

29. Oktober 2016, 16:56
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US-Straßenverkehrsbehörde hatte sich bei George Hotz gemeldet – der reagierte erbost

George Hotz wollte im Alleingang ein System entwickeln, welches aus herkömmlichen Autos selbstfahrende Gefährte macht und ist nun an sich selbst gescheitert. Der exzentrische Hacker sorgte für den ersten iOS-Jailbreak und knackte auch die Sicherheitsvorkehrungen der PlayStation 3, beendete sein neuestes Projekt allerdings, nachdem sich die US-Straßenverkehrsbehörde NHTSA bei ihm gemeldet hatte. Die Behörde verlangte die Beantwortung von 15 Sicherheitsfragen zu dem Produkt von Hotz. Dieser fühlte sich allerdings angegriffen und beendete sein Projekt kurzerhand.

Der Hacker stellte den Brief online und cancelte sein Projekt.

Beleidigte Tweets

"Zum ersten Mal höre ich von ihnen und schon drohen sie mir", lässt Hotz mittels dem Comma.ai-Twitter-Account ausrichten. Er selbst würde lieber sein Leben lang an Technik herumbasteln, als sich mit Regulatoren und Anwälten herumzuschlagen, schreibt der Hacker weiters auf dem Microblogging-Dienst. Zudem hätte die Behörde nie nach einer Testfahrt gefragt und somit wäre das Projekt nun beendet, reagiert Hotz ferner beleidigt auf den Brief, der eigentlich Standard ist. Die Behörde hatte zudem geschrieben, dass es Befürchtung gebe, dass Comma One die Sicherheit der Kunden gefährde und gleichzeitig eine Verschiebung des Marktstarts empfohlen.

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Ein Video aus besseren Zeiten.

Kostenpunkt: 1000 Dollar

Im September war die Welt noch in Ordnung. Damals demonstrierte der Hacker einem "Bloomberg Businessweek"-Journalisten sein Werk. Hotz betonte zu der Zeit, dass sich das Projekt noch in einer Frühphase befindet und er hoffe, dass er schon in einigen Monaten Teslas Autopilot übertrumpfen könne. Das fertige Produkt sollte dann 1000 Dollar kosten und bei jedem fortschrittlichen Auto verbaut werden können. Tesla-Chef Elon Musk fiel das Projekt damals auch auf, woraufhin er ihm ein Jobangebot machte. Dieses lehnte Hotz aber ab. Der Hacker befindet sich laut eigenen Angaben mittlerweile in Shenzen. (dk, 29.10.2016)

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