So druckt man sich ein 3D-Modell des Baby-Universums aus

Video30. Oktober 2016, 14:37
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Britische Physiker dachten sich eine neue Form von Visualisierung der kosmischen Hintergrundstrahlung aus

Etwa 380.000 Jahre nach dem Urknall entstand die kosmische Mikrowellenhintergrundstrahlung. Sie markiert jene Phase, als Temperatur und Dichte des ursprünglichen Gemisches aus Strahlung und Plasma so weit absanken, dass das Baby-Universum "durchsichtig" wurde.

Mit Hilfe des 2009 gestarteten Planck-Weltraumteleskops der ESA wird die Hintergrundstrahlung vermessen und kartiert, um zu untersuchen, wie sich in der Frühphase des Universums die ersten Großstrukturen wie etwa Galaxien herausgebildet haben.

imperial college london

Forscher um den Physiker Dave Clements vom Imperial College London dachten sich, es könnte ganz anschaulich sein, diese immer komplexer werdenden Karten buchstäblich be-greifbar zu machen. Sie entwickelten daher eine Anleitung, wie man sich ein Modell des Baby-Universums im 3D-Printer ausdrucken kann. Kleine Knubbel und Dellen auf der Oberfläche des sphärischen Modells stehen für unterschiedliche Dichtegrade, in der Deluxeversion kann man sich das Ganze auch farbig – stellvertretend für Temperaturunterschiede – ausdrucken lassen.

Die Anleitung für den Gratis-Download finden Sie hier:

--> Zenodo: Cosmic Sculpture

--> Hintergrundtext aus dem European Journal of Physics: "Cosmic sculpture: a new way to visualise the cosmic microwave background"

(red, 30. 10. 2016)

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    foto: imperial college london
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