AHS-Maturanten studieren lieber an einer Uni

28. Oktober 2016, 10:28
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Abgänger von Gymnasien entscheiden sich eher für ein Studium an der Uni, mit einem berufsbildenden Abschluss wird häufiger an einer Fachhochschule studiert

Wien – AHS-Maturanten inskribieren eher an einer Universität, während Absolventen von Berufsbildenden Höheren Schulen (BHS) vermehrt an Fachhochschulen (FH) studieren. Dieser Trend zeigt sich auch bei den Studienabschlüssen: Während 47 Prozent der Uni-Absolventen über die AHS an die Hochschule kamen, sind es an den FH nur 31 Prozent. Umgekehrt sind nur 26 Prozent der Uni-Absolventen BHS-Maturanten, dafür gleich 45 Prozent der FH-Absolventen.

Insgesamt schlossen laut statistischen Daten des Wissenschaftsministeriums im Studienjahr 2014/15 knapp 24.000 Personen ein Studium an einer Universität ab, an den FH waren es knapp 8.400 (jeweils Erstabschlüsse, Anm.). Deren bisherige Bildungsbiografien unterscheiden sich deutlich voneinander.

Weitere Unterschiede

So ziehen die Unis etwa wesentlich stärker Studierende aus dem Ausland an. An den Unis wiesen 20 Prozent der Absolventen eine ausländische Hochschulreife vor, also vor allem eine ausländische Matura. An den FH waren es nur acht Prozent.

Auch bei den atypischen Studienberechtigungen sieht man leichte Differenzen: An FH ist der Prozentsatz jener Absolventen höher, die es erst über Umwege an die Uni geschafft haben: Immerhin neun Prozent der Studienabschlüsse entfallen dort auf Personen, die über Externistenmatura, Studienberechtigungs- oder Berufsreifeprüfung bzw. eine postsekundäre Bildungseinrichtung (z.B. Kolleg, Akademie) an die Hochschule kamen.

An den Unis sind es nur fünf Prozent. Die Unterschiede liegen vor allem am weitaus stärkeren Zugang über die Berufsreifeprüfung – über diese schafften es sogar in absoluten Zahlen mehr Absolventen an "ihre" FH (532) als an "ihre" Uni (497). (APA, 28.10.2016)

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