Neues aus Schaffhausen, Le Locle, Grenchen, Genf und Co.

Ansichtssache30. Oktober 2016, 14:00
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Die Uhrenschweiz gibt im letzten Quartal des Jahres noch einmal ordentlich Gas. Hier ein kleiner Überblick über die Neuheiten

foto: hersteller

IWC Schaffhausen hat beim 74. Goodwood Members’ Meeting drei Sondereditionen aus der "Ingenieur"-Uhrenfamilie vorgestellt, deren ursprüngliches Design auf Gérald Genta zurückgeht.

Die in nur 74 Exemplaren aufgelegte Ingenieur Chronograph Edition "74th Members’ Meeting at Goodwood" ist eine Hommage an diese legendäre Rennsportveranstaltung im Süden Englands.

Das Gehäuse aus ist aus massivem Rotgold mit einem Durchmesser von 42 Millimetern. Preis: 20.700 Euro

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Das auf 750 Exemplare limitierte Modell Ingenieur Chronograph Edition "Rudolf Caracciola" ist dem Rennfahrer Rudolf Caracciola gewidmet, der in den 1930er-Jahren drei Mal Grand-Prix-Europameister wurde.

Das Edelstahlgehäuse des Chronos hat einen Durchmesser von 42 Millimetern. Preis: 7.900 Euro

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Der dritte ebenfalls auf 750 Stück limitierte Chronograf im Bunde setzt sich thematisch mit dem Silberpfeil Mercedes- Benz W 125 auseinander. Ein Sportwagen, der Ende der 1930er die Königsklasse des Motorsports dominierte. Das Gehäuse misst wieder 42 Millimeter und besteht aus Titan. Preis: 8.000 Euro

Zum ersten Mal kommt in allen drei Modellen das neue Manufakturkaliber 69370 von IWC zum Einsatz. Das automatische Chronografenwerk (beidseitig aufziehend) in Kolonnenradbauweise besteht aus über 200 Einzelteilen. Gangreserve: 46 Stunden.

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Die "Emergency" von Breitling gilt als die weltweit erste Armbanduhr mit Zweifrequenz-Notfunkbake (digital 406 MHz und analog 121.5 MHz).

In einer Notfallsituation kann man durch Herausziehen der Antenne ein Alarmsignal an das internationale satellitengestützte Notfunksystem Cospas-Sarsat übermitteln. Die Ortungsdaten werden dann via Satellit weitergeleitet, damit die Such- und Rettungsdienste schnell und effizient eingreifen können.

Die "Emergency" funktioniert überall auf der Welt, verspricht der Hersteller: zu Land, zu Wasser und in der Luft. Sie ist somit in den verschiedensten Bereichen wie z.B. beim Fliegen, Bergsteigen, Wandern, Segeln, usw. einsetzbar.

Breitling lanciert drei Sonderserien seiner "Emergency" mit einer Kombination aus schwarzem Titangehäuse mit orangefarbenen oder gelben Farbtupfern oder einem blauen Perlmuttzifferblatt.

Die gezeigte gelbe Version kostet 17.450 Euro.

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Die Hightech-Werkstoffe Magnesium, Keramik, Motorlac und PEEK (PolyEtherEtherKetone) kommen bei der "Diagono Magnesium" von Bulgari zum Einsatz.

Das 42,5-Millimeter-Gehäuse besteht aus Magnesium, das strapazierfähiger als Titan sein soll, und dem Polymer PEEK, das ähnliche Eigenschaften wie Keramik aufweist. Angetrieben wird der Zeitmesser vom Kaliber B130, einem automatischen Chronografenwerk mit 42 Stunden Gangreserve.

Für die rote Farbe sorgt Motorlac – ein Lack mit einem hohen Schutzfaktor, der bei Sportwagen mechanische Teile überzieht. Schimmernde Lichtreflexe inklusive. Die Lünette ist aus Keramik. Preis: 4.950 Euro.

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Die Retro-Welle rollt weiter: Der "Cronometro TIPO CP-2" ist einer der historischen Schätze von Zenith in Le Locle. Er wurde in den 1960er-Jahren für die italienischen Streitkräfte hergestellt. Zu seinen Ehren stellt Zenith in der Heritage-Kollektion eine moderne Version im Stil und Look des Klassikers vor: Den "Heritage Cronometro TIPO CP-2".

Der Militärchronograph hatte schon in seiner ursprünglichen Version nur eine Kleine Sekunde und einen Minutenzähler, sein großer Durchmesser von 43 Millimeter (Edelstahlgehäuse) sorgte für gute Ablesbarkeit. Statt dem Kaliber Zenith DP 146 tickt in der auf 1.000 Stück limitierte Uhr das El Primero-Werk (Automatik, 50 Stunden Gangreserve). Preis: 7.900 Euro

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37 Zeitzonen, einschließlich halb- oder viertelstündiger Abweichungen von der koordinierten Weltzeit (UTC), kann die "Overseas Weltzeituhr" von Vacheron Constantin anzeigen. Die Anzeige besteht aus drei Teilen. Die Mitte wird von einer Lambertschen Kegelprojektion der Weltkarte mit Kontinenten und Ozeanen bestimmt. Auf einer transparenten, lackierten Scheibe können zudem die Namen der Städte abgelesen werden.

Eine dritte, über der Karte liegende Saphirglasscheibe sorgt mit fein abgestuften Rauchfarben für eine Tag-/Nacht-Anzeige, die mit der 24-Stunden-Scheibe synchronisiert ist. Ein transparenter, lackierter Ring dient der Anzeige von Stunden und Minuten.

Das Edelstahlgehäuse der "Overseas Weltzeituhr", in dem das Kaliber 2460 WT (Gangreserve: 40 Stunden) untergebracht ist, misst 43,5 Millimeter im Durchmesser. Alle von diesem Mechanismus angetriebenen Anzeigen lassen sich schnell und einfach über die Krone einstellen. Die Uhr trägt die Genfer Punze und kostet 39.600 Euro.

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Unter dem Namen "Tribute to Muhammad Ali" präsentierte TAG Heuer eine Sonderserie an Edelstahluhren, die von der berühmten, im TAG-Heuer-Museum ausgestellten Uhr "Ring Master" inspiriert ist.

Sie verfügte über sieben Ringe mit Skala, darunter einen für den Boxsport, der zwei Einstellungen ermöglichte: für Profikämpfe mit 15 Runden zu je 3 Minuten und 1 Minute Pause und für Amateurkämpfe mit 15 Runden zu je 2 Minuten und 1 Minute Pause.

Das Einzelexemplar "Tribute to Muhammad Ali" wird in einer außerordentlichen Schatulle präsentiert. Sie umfasst eine spezielle Uhrenbox, ein Paar rote, von Muhammad Ali signierte Boxhandschuhe, eine Erinnerungsmedaille und die Echtheitszertifikate. Alles zusammen kommt in einem in der Schweiz maßgeschneiderten, nietenbesetzten Lederkoffer daher. Sie wurde für 119.000 US-Dollar versteigert. Der Erlös ging an das Muhammad Ali Center, ein Museum und Kulturzentrum in Kentucky.

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Eine Sonderserie "Tribute to Muhammad Ali" aus Edelstahl (43 Millimeter Durchmesser) wird demnächst an ausgewählten Verkaufsstellen von TAG Heuer rund um die Welt erhältlich sein. Der Preis für die TAG Heuer "Carrera Ring Master Muhammad Ali Edition" mit ETA 2824-2 Automatikwerk ("Calibre 5") soll ca. 3.000 Euro betragen. (max, 30.10.2016)

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