Putin: Einfluss auf Wahl? USA sind doch keine Bananenrepublik!

28. Oktober 2016, 07:47
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Russischer Präsident zeigt sich irritiert über schmutzigen Wahlkampf in den USA

Washington – Russlands Präsident Wladimir Putin hat Vorwürfe der Einmischung in den US-Wahlkampf zurückgewiesen. Bei einer Expertenkonferenz in Sotschi machte er sich sogar über die Unterstellung lustig: "Glaubt wirklich jemand im Ernst, dass Russland die Wahl des amerikanischen Volkes beeinflussen kann? Ist Amerika etwa eine Bananenrepublik? Amerika ist eine Großmacht", sagte Putin am Donnerstag in Sotschi.

Die US-Demokraten machen Russland für Hacker-Attacken auf ihre Computersysteme verantwortlich. Putin zeigte sich Agenturberichten zufolge irritiert über den schmutzigen Wahlkampf zwischen Hillary Clinton und Donald Trump, der Grenzen überschreite. "Die politische Agenda ist kastriert. Wahlen sind kein Instrument der Veränderung mehr, sondern beschränken sich auf kompromittierendes Material, auf Debatten, wer wen kneift, wer mit wem schläft", sagte Putin.

Im Wahlkampf hat Trump lobende Worte Putins gern entgegengenommen und eine Verbesserung der Beziehungen zu Russland angekündigt. Dagegen gilt das Verhältnis zwischen dem Kremlchef und Clinton als gespannt. (APA, 28.10.2016)

  • "Glaubt wirklich jemand im Ernst, dass Russland die Wahl des amerikanischen Volkes beeinflussen kann?", fragte Russlands Präsident Wladimir Putin.
    foto: apa/afp/odd andersen

    "Glaubt wirklich jemand im Ernst, dass Russland die Wahl des amerikanischen Volkes beeinflussen kann?", fragte Russlands Präsident Wladimir Putin.

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